Stiftskantorei St. Nikomedes und Steinfurt Sinfonietta feiern gemeinsam Premiere
Chor fürs Stiftskreuz ist schon bereit

steinfurt -

Ob und wann das Stiftskreuz jemals nach Borghorst zurückkehrt, weiß wohl keiner. Markus Lehnert weiß immerhin, dass die Gemeinde mit der neuen Stiftskantorei und der Steinfurt Sinfonietta für eine festliche Rückkehr vorbereitet ist.

Dienstag, 02.04.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 16:48 Uhr
Markus Lehnert hat eine Idee, die beim Stiftsjubiläum entstand, weiter verfolgt und einen Chor und ein Streichorchester gegründet. Beide haben am kommenden Sonntag ihren ersten Auftritt.
Markus Lehnert hat eine Idee, die beim Stiftsjubiläum entstand, weiter verfolgt und einen Chor und ein Streichorchester gegründet. Beide haben am kommenden Sonntag ihren ersten Auftritt. Foto: Bernd Schäfer

Der Gedanke kam erstmals bei den Feiern zum Stiftsjubiläum im vergangenen Jahr auf: Wie wäre es, einen Chor zu haben, der auf hohem Niveau besondere Konzerte geben kann? Oder zu besonderen Anlässen singt. „Zum Beispiel, wenn das Stiftskreuz zurückkommt“, sagt Markus Lehnert mit einem Augenzwinkern.

Der Kantor der St. Nikomedes-Gemeinde beließ es nicht bei der Idee, sondern machte sich auf die Suche nach erfahrenen Sängerinnen und Sängern, „die schon eine gewisse Ausbildung haben“, wie er es formuliert. Denn: „Dann müssen wir bei den Proben nicht erst Noten üben, sondern können gleich in die klangliche Arbeit einsteigen.“ Wo findet man die? „Man kennt von Konzerten Leute, und die kennen wieder andere...“, haben sich die rund 20 Chormitglieder aus der Region über Mund-zu-Mund-Propaganda zusammengefunden. „Die Sänger können auch solistische Partien übernehmen – deshalb müssen wir keine zusätzlichen Sänger ‚einkaufen‘“, freut sich Lehnert über die hohe stimmliche Qualität seiner Mannschaft, die als „Stiftskantorei St. Nikomedes“ am kommenden Sonntag (7. April) zum ersten Mal ein Konzert gibt. Allerdings nicht in der Stiftskapelle oder der Nikomedeskirche, sondern in der Burgsteinfurter St. Johannes-Nepomuk-Kirche. „Die ist für die Stücke, die wir singen, akustisch besser geeignet.“ Begleitet wird der Chor bei seiner Premiere von der Steinfurt Sinfonietta, die am Sonntag ebenfalls ihr erstes Konzert gibt – und parallel zur Stiftskantorei entstanden ist. „Wir haben das Glück, dass mit Anke Kienast eine professionelle Geigerin in Borghorst wohnt“, freut sich Markus Lehnert, eine kompetente Konzertmeisterin für die Leitung des aus zwölf Streichern bestehenden Orchesters gefunden zu haben.

Für die Premiere, die mit dem von Brahms vertonten Psalm „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz“ überschrieben ist, haben die Musiker Werke von Franz Schubert (Messe G-Dur), Gabriel Fauré (Cantique de Jean Racine), Felix Mendelssohn Bartholdy (Streichersinfonie) und eben Johannes Brahms ausgewählt.

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Beginn des Konzerts in der St. Johannes-Nepomuk-Kirche ist am Sonntag um 16 Uhr, der Eintritt kostet für Erwachsene 10 (ermäßigt 7,50) Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.

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