Werbegemeinschaft Borghorst sagt Ja zum Wirtschaftsforum Steinfurt
„Die Zeit ist reifer denn je“

Borghorst -

Dreimal ja. Damit sind die Werbegemeinschaften Borghorst und Burgsteinfurt bald Geschichte. Ohne auch nur eine Gegenstimme haben sich die Borghorster Kaufleute bei ihrer Jahreshauptversammlung am Montagabend im Heimathaus für die Gründung eines Wirtschaftsforums und damit der Bündelung ihrer Interessen unter einem gesamtstädtischen Dach ausgesprochen. Damit gibt es nur noch wenige Schritte zur Realisierung.

Dienstag, 02.04.2019, 16:48 Uhr
Der Vorstand der Werbegemeinschaft Borghorst: Kassiererin Gaby Wessels-Rengers, Zweiter Vorsitzender Siegfried Knüpp, Beisitzer Eugen Oskamp, Schriftführer Jens Stegemann, Beisitzer Christian Iker und Vorsitzende Gudrun Sestendrup (v.l.).
Der Vorstand der Werbegemeinschaft Borghorst: Kassiererin Gaby Wessels-Rengers, Zweiter Vorsitzender Siegfried Knüpp, Beisitzer Eugen Oskamp, Schriftführer Jens Stegemann, Beisitzer Christian Iker und Vorsitzende Gudrun Sestendrup (v.l.). Foto: Axel Roll

Zuvor hatten schon die Kollegen in Burgsteinfurt und die Gewerbegemeinschaft Sonnenschein (diese Zeitung berichtete ausführlich) den Schritt in eine gemeinsame Zukunft befürwortet. Was jetzt noch fehlt, sind „zwei, drei Sitzungen“ der mit der Vorbereitung befassten Gremien sowie die außerordentlichen Versammlungen der beiden Werbe- und der Gewerbegemeinschaft, so SMarT-Geschäftsführerin Marion Niebel. Dann steht die Neuorganisation für die Steinfurter Wirtschaft.

„Die Werbegemeinschaften sind in die Jahre gekommen. Stadtteilübergreifend lässt sich ganz viel erreichen. Ich bin Feuer und Flamme für die neue Idee“, kommentierte Gudrun Sestendrup als Vorsitzende der Borghorster Kaufmannschaft das Ja der Mitglieder zum Wirtschaftsforum. Sie stand mit ihrer Meinung nicht alleine da. „Wir brauchen etwas komplett Neues, ein Reset“, betonte Abed Daka, der als Vertreter der Vorteilspartner sprach. Das Konzept des Wirtschaftsforums sei zukunftsweisend und eine besondere Form der Wirtschaftsförderung. Daka wörtlich: „Wir müssen uns das Bagno zwischen den Stadtteilen wegdenken.“

Ideengeber für das Wirtschaftsforum ist Oliver Palstring. Der Burgsteinfurter Unternehmer erläuterte vor den Borghorster Kollegen noch einmal den Hintergrund seiner Überlegungen: „Die Probleme, die Handel und Wirtschaft haben, sind doch überall die selben.“ Nur gemeinsam lasse sich heutzutage ganz viel erreichen. Marion Niebel, Geschäftsführerin der Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT) brachte die Stimmung im Medienraum des Borghorster Heimatvereins am Montagabend auf den Punkt: „Die Zeit ist reifer denn je.“ Ein Organigramm verdeutlichte den Mitgliedern der Werbegemeinschaft, wie das Wirtschaftsforum Steinfurt aufgebaut sein soll: Aus dem Pool der Mitglieder bilden sich Arbeitskreise, in denen sich unter anderem die Interessenvertretungen für die Borghorster und Burgsteinfurter Kaufmannschaften wiederfinden. Aber auch andere Themen, die den Mitgliedern auf den Nägeln brennen, können in so einem Gremium behandelt werden. Jeder Arbeitskreis stellt ein Vorstandsmitglied. Ein jährlich wechselnder Präsident präsentiert das Forum nach außen. SMarT und die Wirtschaftsförderung der Stadt sind ebenfalls mit im Boot. SMarT übernimmt dabei die vielen administrativen Aufgaben und entlastet damit die Einzelhändler. Offen sind derzeit noch Fragen nach der Rechtsform oder die Steuerpflicht.

Im Jahresbericht hatte die Vorsitzende Gudrun Sestendrup deutlich gemacht, wie wichtig die großen Straßenfeste für die Kaufleute sind. „Auch wenn die Finanzierung immer schwieriger wird, können wir auf die Märkte und die verkaufsoffenen Sonntage nicht verzichten“, so die Vorsitzende. Gerade der Schweinemarkt sei ein Highlight gewesen, auch wenn er sehr viel Geld gekostet habe. Das machte Kassiererin Gaby Wessels-Rengers in ihrem Jahresbericht deutlich: „Der Schweinemarkt hat richtig reingehauen.“ Darum schloss das Jahr 2018 auch mit einem Minus ab, das durch Rücklagen ausgeglichen werden konnte. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Sigrid Waltermann und Martin Linke. Positiv aufgenommen wurde von den Mitgliedern das Vorhaben des Frauennetzwerks zu seinem zehnjährigen Bestehen: Es möchte der Stadt eine Bank für den Platz Auf dem Schilde schenken, wie Dr. Claudia Krepcke erläuterte. Das Okay der Stadt liege vor. Sie soll an einem Baum in halbrunder Form gegenüber dem ehemaligen Café Froning aufgebaut werden.

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