Pilotprojekt für die R-64-Linie
20 Meter hohe Masten für Internet im Zug

Steinfurt -

Eine von Enschede bis Münster durchgehend stabile und schnelle Internetverbindung? Davon können die Zugpassagiere auf der Linie RB 64 bislang nur träumen. Der Traum soll aber Wahrheit werden.

Mittwoch, 03.04.2019, 17:23 Uhr
27 Sendemasten sollen für ein lückenloses Internet in den Zügen entlang der Strecke Münster-Enschede aufgestellt werden.
27 Sendemasten sollen für ein lückenloses Internet in den Zügen entlang der Strecke Münster-Enschede aufgestellt werden. Foto: Wilfried Gerharz

Und das ziemlich schnell. Schon Mitte des Jahres sollen dafür die ersten Sendemasten aufgestellt werden, wie Stefan Albers, Fachdienstleiter Stadtplanung und Bauordnung, am Dienstagabend im Planungsausschuss erläuterte. Das Vorhaben trifft nicht auf ungeteilte Zustimmung. . .

Die Strecke ist von der Bahn als Pilotprojekt ausgeguckt worden. Die Planungen sehen vor, dass die entlang der Linie verlegte Glasfaserleitung der Bahn für die Internetnutzung angezapft wird.

Für den lückenlosen Empfang sollen insgesamt 27 Sendemasten sorgen, jeder 20 Meter hoch. „Auf Steinfurter Gebiet sollen acht aufgestellt werden“, so Stefan Albers. Im Schnitt sei alle zwei Kilometer ein Mast vorgesehen. Diese wenig ansehnlichen Stabgitterkonstruktionen im Stadtgebiet betrachten die Kommunalpolitiker durchaus mit gemischten Gefühlen. Und auch Fachdienstleiter Albers stellte die Frage: „Ich weiß nicht, ob das so glücklich ist.“

Allerdings wird die Stadt wohl relativ wenig gegen das Vorhaben ausrichten können. Die Bahn wird die Masten ausschließlich auf eigenem Grund und Boden installieren. Am BWS-Zentrum und im Gewerbegebiet Sonnenschein werden sie direkt im Stadtgebiet zu sehen sein. Weitere Standorte sind Wilmsberg, der Nünningsweg, der Seller Schulweg und der Kieferngrundsee.

Wie Stefan Albers weiterhin sagte, verfolge die Bahn bei diesem Pilotprojekt eine „durchaus ambitionierte Zeitplanung“. Eigentlich im Sommer solle es mit den konkreten Baumaßnahmen schon losgehen.

Und auch wenn wegen der Höhe Abstandsflächen einzuhalten seien, sei die Stadt als Bauaufsichtsbehörde wohl nicht zuständig, vermutet der Fachdienstleiter.

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