Verband kauft 8000-Quadratmeter-Grundstück von der Pfarrgemeinde
Caritas-Verwaltung am Marienweg

Borghorst -

Der Caritasverband Steinfurt bleibt Borghorst langfristig erhalten. Und das an zwei zentralen Standorten. Der Vertrag für den Kauf des Grundstücks der Pfarrgemeinde St. Nikomedes am Marienweg sind reif für die Unterschriften. Auf der 8000-Quadratmeter-Fläche will die Caritas ein neues Verwaltungsgebäude bauen. Am jetzigen Standort am Kirchplatz sollen diverse Beratungsdienste des Verbandes einziehen. Pfarrdechant Johannes Büll als Vorsitzender des Caritasverbandes ist überzeugt: „Das ist eine Win-win-Situation.“

Donnerstag, 02.05.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 17:09 Uhr
Verband kauft 8000-Quadratmeter-Grundstück von der Pfarrgemeinde: Caritas-Verwaltung am Marienweg

Wie Caritas-Geschäftsführer Gregor Wortmann am Donnerstag bei einer Pressekonferenz betonte, existieren zum jetzigen Stand weder Bau- noch Terminpläne. Wenn alles glatt läuft, könnte Ende 2022 die Fertigstellung erfolgen.

Rund 40 Mitarbeiter werden in der neuen Zentralverwaltung ihre Büros haben. Welche Dienste dann am Kirchplatz im alten Gebäude einziehen werden, ist im Augenblick noch nicht klar.

Wie Gregor Wortmann erläuterte, bietet das Haus gegenüber der Nikomedes­kirche keine weiteren Expansionsmöglichkeiten. „Der bisherige Standort ist zu klein“, so der Geschäftsführer. Das seit 1981 genutzte Haus hat eine Nutzfläche von 800 Quadratmetern, das Grundstück selber ist nur 900 Quadratmeter groß.

Dagegen sind die Platzverhältnisse am Marienweg geradezu üppig. Die Caritasleitung geht davon aus, dass der jetzige Bolzplatz auf dem 8000-Quadratmeter-Areal noch einige Jahre bestehen bleiben kann: „Wir werden für die Verwaltung nicht so viel Platz benötigen.“ So könne man über Quartierskonzepte oder Belange der Kirchengemeinde nachdenken. Wie Gregor Wortmann und Geschäftsführer-Kollege Burkhard Baumann betonten, werden die Nachbarn so schnell wie möglich über das Vorhaben bei einer Versammlung informiert. Wortmann: „Sobald die ersten Pläne vorliegen.“

Um die neue Verwaltung bauen zu können, muss der alte Gebäudekomplex mit ehemaligem Kindergarten und dem Don-Bosco-Heim abgerissen werden. Wie Alfred Brunstermann und Karl Westermann für die Pfarrgemeinde betonten, steht der Pfarrsaal im Jugendheim den verschiedenen Gruppen und Vereinen noch fünf Jahre zur Verfügung. Wenigstens. In dieser Zeit will die Gemeinde Pläne für ein neues Pfarrheim konkretisieren.

„Wir haben uns natürlich schon lange gefragt, was mit dem Gebäude und dem Grundstück hier werden soll“, sagte Karl Westermann als Mitglied des Kirchenvorstandes. Zwischenzeitlich hätten auch schon Investoren angeklopft. Dass es jetzt aber zu einer kirchlichen Lösung komme, werde in der Gemeinde natürlich sehr positiv gesehen. „Das ist für die Nachbarschaft hier eine tolle Sache“, freut sich Diakon Alfred Brunstermann. „Auch die Nähe zur Kirche ist wichtig.“

Alle Beteiligten wollen die Entscheidung, die neue Verwaltung am Marienweg zu bauen, als ein Bekenntnis zum Standort Borghorst verstanden wissen. Hätte sich nicht die Möglichkeit an der Marienkirche ergeben, hätte der Caritasverband auf eine der Nachbargemeinden ausweichen müssen.

Geschäftsführer Gregor Wortmann hält es für sehr wahrscheinlich, dass die ausgelagerten Stellen wie die Suchtberatung an der Emsdettener Straße dort bleiben und nicht zum Kirchplatz umziehen werden. Fest steht bereits, dass die Bücherei der Gemeinde im Caritasgebäude verbleibt. Aber wie gesagt, konkrete Pläne gibt es noch nicht, erst muss einmal der Kauvertrag unterzeichnet werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6581604?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker