FWS-Antrag: Verluste der StEIn zwingen die Stadt zum Handeln
Bäderschließung wird nichtöffentlich diskutiert

Steinfurt -

Braut sich da was zusammen über den Steinfurter Bädern? Ein Antrag der Freien Wähler, der in der kommenden Woche Thema im Hauptausschuss sein soll (Donnerstag, 17.30 Uhr, Sitzungssaal I im Rathaus), lässt Ungemach vermuten. Nach Einschätzung der FWS „verlangt die Haushaltssituation der StEIn GmbH kurzfristig eine politische Entscheidung, wie mit der Bäder-Situation in Steinfurt weiter umgegangen wird“, heißt es wörtlich in dem an die Bürgermeisterin gerichteten Antrag.

Montag, 13.05.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 14.05.2019, 09:50 Uhr
Erst im vergangenen Jahr wurde das Burgsteinfurter Freibad nach langem Ringen wieder eröffnet. Ob sich die Stadt aber tatsächlich zwei Bäder leisten kann, klingt nicht mehr so sicher wie damals.  
Erst im vergangenen Jahr wurde das Burgsteinfurter Freibad nach langem Ringen wieder eröffnet. Ob sich die Stadt aber tatsächlich zwei Bäder leisten kann, klingt nicht mehr so sicher wie damals.   Foto: Rainer Nix

Die StEIn entspricht dem ehemaligen Bäderbetrieb und wurde eingerichtet, um die Gewinne und Verluste von Stadtwerken und Bäderbetrieb miteinander verrechnen zu können, um weniger Steuern zahlen zu müssen. Ohne entsprechendes Gegensteuern, schreibt die FWS, könnte sich die augenblickliche Situation „unter Umständen zu einem Haushaltsrisiko entwickeln“. Darum erwarte die Fraktion „belastbare Informationen und Zahlen für die notwendige öffentliche Diskussion“.

Wie sich aus dem Antrag weiterhin schließen lässt, gibt es ein bislang nichtöffentlich behandeltes „Optimierungskonzept Bäderbetriebe Steinfurt“, in dem eine beauftragte Unternehmensberatung verschiedene Szenarien wie die Schließung einzelner Bäder durchgerechnet hat, um die Verluste durch den Unterhalt von Kombi- und Freibad zu minimieren. Dieses Konzept wurde, so die Freien Wähler in ihrem Antrag, am 12. März der Gesellschafterversammlung vorgestellt. Weitere Einzelheiten wollte Dr. Reinhold Dankel als Fraktionsvorsitzender mit Hinweis auf die im Augenblick noch bestehende Nichtöffentlichkeit in der Angelegenheit nicht nennen. Der Fraktionschef betonte aber, dass die Bürger miteingebunden werden müssten.

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