Schützenverein Sellen-Veltrup
500 Jahre werden fünf Tage lang gefeiert

Burgsteinfurt -

Festakt, Kommersabend, Sternmarsch: Das sind die „Zutaten“, die die Sellen-Veltruper Schützen für das kommende Festwochenende bereitgestellt haben. Dann feiert der Verein aus dem Burgsteinfurter Westen sein 500-jähriges Bestehen. Allein 2000 Schützen werden zum Sternmarsch am Samstag erwartet.

Dienstag, 21.05.2019, 15:44 Uhr
Freuen sich zusammen mit der ganzen Schützengemeinschaft auf die bevorstehenden Feiertage: Schützenvereinsvorsitzender Eike Flintermann (l.) und Festausschussvorsitzender Christopher Engbring.
Freuen sich zusammen mit der ganzen Schützengemeinschaft auf die bevorstehenden Feiertage: Schützenvereinsvorsitzender Eike Flintermann (l.) und Festausschussvorsitzender Christopher Engbring. Foto: Ralph Schippers

In Sellen und Veltrup pflegen sie eine gute Nachbarschaft: Das zeigt sich unter anderem in der Vorbereitung des ab Donnerstag anstehenden Jubiläumsschützenfests. Die Wimpel, die die Zufahrt zur Waldfreiheit und den Festplatz selbst schmücken, stammen ebenso wie der mobile Stand für die Fahnen der Gastvereine vom Nachbarverein aus Hollich. Der feierte vor vier Jahren runden Geburtstag – jetzt folgen die Sellen-Veltruper.

„Wir liegen gut in der Zeit“, sagt Christopher Engbring, der als Vorsitzender des Festausschusses die Fäden in der Vorbereitung federführend in den Händen hält. Die dauern immerhin seit fast drei Jahren an. „Wir wollen jetzt die Früchte ernten, die wir in dieser Zeit gesät haben“, gibt der Oberst die Stimmung unter den Schützen wider, die geprägt ist von Vorfreude auf das bevorstehende Großereignis.

Davon kann man mit Fug und Recht schon zum Auftakt am morgigen Donnerstag sprechen, wenn nachmittags zur Kaffee- und Kuchentafel und abends zum gemeinsamen Abendessen insgesamt rund 600 Festgäste im Festzelt erwartet werden. Vorgestellt werden dann nicht nur die extra zum 500-jährigen Bestehen neu angeschaffte Königskette sowie das Diadem – gestiftet von zwei Gönnern des Jubiläumsvereins. Auch ein von Werner Sundermann erstellter Film über das Vereinsleben der vergangenen 50 Jahre wird erstmals gezeigt.

Ebenfalls zunächst noch intern feiern die Schützen am Freitag (24. Mai) beim Festakt, zu dem mehr als 700 geladene Gäste erwartet werden. „Es wird einen bunten Mix aus Festreden, Comedy-Einlagen sowie Musikbeiträgen geben“, sagt der Vorsitzende Eike Flintermann. Als Ehrengäste werden unter anderem Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, die gebürtige Sellenerin ist, sowie Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt erwartet. Es folgt später am Abend der Große Zapfenstreich.

An dem Fackelmarsch mit Endpunkt vor der neuen, in Ambientelicht getauchten Bühne werden rund 200 Schützen und Kapellisten des Spielmannszuges Friedenau und des Burgsteinfurter Blasorchesters teilnehmen. „Die Generalprobe vor zwei Wochen ist gut gelaufen“, freut sich Engbring besonders auf dieses Ereignis. Auch in diesem Fall hat der Oberst als Kommandogeber die Fäden in der Hand. Nach Beendigung des Zapfenstreichs bitten die Jubiläumsschützen dann zum öffentlichen Festball ins Zelt. Es spielt die Liveband „Funtime“.

Haupttag des Jubiläumsschützenfests ist der Samstag (25. Mai): Über 2000 Schützen sowie 20 Kapellen nehmen am geplanten Sternmarsch teil. Von fünf Ausgangspunkten im Vereinsbezirk aus marschieren die Beteiligten zunächst zum Sammelplatz Knöpkers Wiese, von wo aus es im Anschluss gemeinsam zur Waldfreiheit geht. Unter den Kapellen, die am Sternmarsch teilnehmen, ist auch eine weitgereiste: Zum Musikzug Oerlenbach/Franken pflegen die Sellen-Veltruper schon seit dem 1990er-Jubiläum der Bauerschaft Freundschaft. „Die proben schon kräftig westfälische Schützenfestmusik ein“, lacht Christopher Engbring.

Der Sonntag (26. Mai) bleibt dem traditionellen Schützenfest mit anschließendem Krönungsball vorbehalten. Vorsitzender Eike Flintermann erwartet einen spannenden Wettkampf um die Königswürde. „Es gibt einige Bewerber“, berichtet er.

Bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung auf gutes Wetter. Die Schützen versuchen, gelassen zu bleiben. „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Engbring. Der Oberst ist überzeugt: „Es werden tolle Festtage werden – mindestens so gut wie die von 1990.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6629699?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker