Uli Ahlke will Verein gründen
Nachhaltig – auch im Ruhestand

Steinfurt -

Sein Name ist untrennbar mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit verbunden: Als Leiter des gleichnamigen Amts der Kreisverwaltung hat sich Uli Ahlke über viele Jahre bemüht, den Umweltschutz in der Region voranzutreiben und die Energiewende zu unterstützen. Nun ist er Neu-Ruheständler, legt aber keineswegs die Hände in Schoß. Im Gegenteil: Die Gründung eines Vereins liegt an – mit dem Hintergrund Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Mittwoch, 22.05.2019, 16:02 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 17:12 Uhr
Uli Ahlke während der Abschiedsfeier für Kollegen und langjährige Weggefährten: Bei der Veranstaltung in der Tanzschule Michael kündigte er im April die Vereinsgründung an. Jetzt wird sie konkreter.
Uli Ahlke während der Abschiedsfeier für Kollegen und langjährige Weggefährten: Bei der Veranstaltung in der Tanzschule Michael kündigte er im April die Vereinsgründung an. Jetzt wird sie konkreter. Foto: D. Boeing

Sein Name ist untrennbar mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit verbunden: Als Leiter des gleichnamigen Amts der Kreisverwaltung hat sich Uli Ahlke über viele Jahre bemüht, den Umweltschutz in der Region voranzutreiben und die Energiewende zu unterstützen. Zum großen Teil ihm ist es zu verdanken, dass der Kreis heute als Vorreiter einer Energieversorgung gilt, die auf dezentrale und regenerative Basis setzt. Seit dem Frühjahr ist er im Ruhestand oder genauer: in der Freistellungsphase seiner Altersteilzeit.

„Ich schaue jetzt nicht mehr in den Terminkalender, sondern auf die Wetter-App“, sagt der 63-jährige Burgsteinfurter über seine nun neu gewonnenen Freiheiten. Die will er nutzen. Unter anderem dazu, die Dinge zu fördern, mit denen er sich beruflich viele Jahre beschäftigt hat, die ihm aber auch privat am Herzen lagen und weiter liegen. Das sind der Schutz des Klimas, der Erhalt der Artenvielfalt, kurz die Sicherung der Lebensgrundlagen.

Dinge, das ist Ahlke klar, die nur gesamtgesellschaftlich angegangen werden können. Genau aus diesem Grund hat der lokale „Klimapapst“ die Gründung eines Vereins ins Auge gefasst. Sein Name: „Wie wollen wir leben e.V.?“ Die damit verbundenen formalen Dinge sind schon weitgehend abgeschlossen, freut sich der Neu-Ruheständler. Konkret: Dank Spenden und einer persönlichen Aufstockung steht mit 5000 Euro genügend Startkapital zur Verfügung, ein Satzungsentwurf ist erstellt und auch das Finanzamt hat schon seinen Segen für den Eintrag ins Vereinsregister gegeben.

Nicht zuletzt gibt es einen Kreis von acht Gründungsmitgliedern, die den künftigen Weg gemeinsam mit Ahlke gehen wollen. Voraussichtlich im Sommer soll der neue Verein aus der Taufe gehoben werden, weiterer Mitgliederzuwachs ausdrücklich erwünscht.

Seine berufliche Erfahrung und seine Kontakte einbringen – nicht als autokratischer Vorsitzender, sondern als Begleiter und gegebenenfalls Moderator, so sieht Ahlke seine Rolle in dem Kreis. Vor allem Jüngere will er mit der Vereinsarbeit erreichen. „Sie betrifft der Wandel allein schon wegen ihrer längeren Lebenszeit am meisten“, betont er.

Projekte im gemeinsamen Diskurs anstoßen, Fachleute für Vorträge gewinnen, mit Studierenden zusammenarbeiten – all das kann sich Ahlke mit „Wie wollen wir leben?“ gut vorstellen. Eine gute Präsenz im Internet und in den sozialen Medien sei dabei Voraussetzung. Der Handlungsdruck ist angesichts der Zuspitzung der Probleme, siehe Klimaschutz oder Rückgang der Artenvielfalt, enorm, so Ahlke. Es gehe längst nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“ - und das möglichst schnell. Auf staatliche Regelungen zu warten, sei dabei der falsche Ansatz. Bürgerschaftliches Handeln sei erforderlich.

Die Jugendproteste der „Fridays for Future“-Bewegung machten es erfolgreich vor. Den Schülern sei es gelungen, die Bedrohung der Lebensbedingungen zukünftiger Generation deutlich stärker zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema zu machen.

Nicht ausgeklammert bleiben soll indes auch die Arbeitswelt mit ihrem durch Globalisierung und Digitalisierung geprägten großen Wandel. Wie kann die damit verbundene Verdichtung der Arbeitsprozesse so gesteuert werden, dass die Lebensqualität nicht verloren geht? Spannende Fragen, zu deren Beantwortung Ahlke mit der Gründung des Vereins einen Beitrag leisten will.

Wer neugierig geworden ist und mehr über den neuen Verein wissen will, kann sich direkt an Uli Ahlke wenden (Mailkontakt: uli.ahlke@posteo.de).

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