Gutachten zur Situation der Steinfurter Bäder
Stadtwerke sollen Masterplan entwerfen

Steinfurt -

Soll die Diskussion um die benötigten Randbedingungen zum Erhalt beider Steinfurter Bäder öffentlich geführt werden oder nicht? Diese von der FWS aufgeworfene Frage wurde gestern im Hauptausschuss behandelt. Und mit einer Art salomonischen Entscheidung beantwortet:

Donnerstag, 23.05.2019, 20:44 Uhr aktualisiert: 23.05.2019, 20:50 Uhr
Die Geschäftsführung soll im Sommer einen Masterplan entwickeln, der die Steinfurter Bäder nicht in Winterstarre verfallen lässt.
Die Geschäftsführung soll im Sommer einen Masterplan entwickeln, der die Steinfurter Bäder nicht in Winterstarre verfallen lässt. Foto: Schäfer

Die Geschäftsführung der Stadtwerke und der StEIn-GmbH, die die Bäder betreibt und größtenteils finanziert, soll erst einmal selbst Pläne entwickeln, wie das Unternehmen die in den nächsten Jahren drohenden Gewinnverluste kompensieren kann – bei schon jetzt absehbaren steigenden Kosten der Bäder. Diese Pläne sollen dann öffentlich in Ausschüssen diskutiert werden.

Zunächst aber wurde Kritik an der Bürgermeisterin geübt, die sich aus dem krankheitsbedingten Reha-Off per Leserbrief in unserer Zeitung eingemischt hatte. „Ich verwahre mich davor, eine Sau durchs Dorf treiben zu wollen“, nahm FWS-Fraktionschef Dr. Reinhold Dankel auf eine Formulierung von Claudia Bögel-Hoyer Bezug. Unterstützung erhielt er von Norbert Kerkhoff (CDU): „Das, was da steht, ist einer Bürgermeisterin nicht würdig.“ Das ein Stadtoberhaupt die Politik so angeht, habe er in 15 Jahren noch nicht erlebt. Frank Müller (SPD) mutmaßte gar: „Wenn die Bürgermeisterin so auf das Freibad Burgsteinfurt eingeht – hat sie vielleicht Zahlen, die wir noch gar nicht kennen?“

Danach waren sich alle Fraktionen schnell einig, die Beschlussvorschläge von FWS und Grünen (die eine weitere nicht-öffentliche Diskussion empfahlen) wurden zugunsten des neuen Antrags der CDU eingestampft: „Wir stellen den Vertagungsantrag, um der Geschäftsleitung (von Stadtwerken und StEIn GmbH) mit ihren Fachleuten die Möglichkeit zu geben, bis zur nächsten Haushaltseinbringung einen ersten Masterplan zur Aufrechterhaltung der Steinfurter Bäder zu erstellen.“

Denn darin stimmten alle Fraktionen überein: Wenn irgend möglich sollen beide Bäder erhalten bleiben.

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