Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau in den Ruhestand
Respektables Lebenswerk

Kreis Steinfurt -

Der Kreis Steinfurt hat am Donnerstag im Kunsthaus Kloster Gravenhorst Franz Niederau in den Ruhestand verabschiedet. 25 Jahre war der heute 67-Jährige in der Kreisverwaltung als Baudezernent tätig. Landrat Dr. Klaus Effing bezeichnete die Neu-Pensionär als „Ur-Gestein“.

Freitag, 05.07.2019, 15:56 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 16:00 Uhr
Über 100 Gäste aus den kreisangehörigen Kommunen, Politik, Verwaltung udn Wirtschaft waren ins Kloster Gravenhorst gekommen, um Franz Niederau zu verabschieden. Der hatte mit seiner Ehefrau Hedwig sichtlich Spaß an den Reden von Landrat Dr. Klaus Effing, Karl Kösters (stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Wirtschaft, Bauen, Energie, Tourismus und Demografie), Carsten Rehers (ab 1. September neuer Baudezernent des Kreises) und Bernhard Busch (Geschäftsführer agn Ibbenbüren).
Über 100 Gäste aus den kreisangehörigen Kommunen, Politik, Verwaltung udn Wirtschaft waren ins Kloster Gravenhorst gekommen, um Franz Niederau zu verabschieden. Der hatte mit seiner Ehefrau Hedwig sichtlich Spaß an den Reden von Landrat Dr. Klaus Effing, Karl Kösters (stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Wirtschaft, Bauen, Energie, Tourismus und Demografie), Carsten Rehers (ab 1. September neuer Baudezernent des Kreises) und Bernhard Busch (Geschäftsführer agn Ibbenbüren). Foto: Drunkenmölle

Alles aufzuzählen, wo, wann, wie und mit wem Franz Niederau 25 Jahre Aufgaben, Funktionen und Ämter im Kreis Steinfurt übernommen und bewältigt hat, wäre sicherlich ein abendfüllendes Programm gewesen. Und obwohl jeder wusste, dass er es lieber mag, auf den Punkt zu kommen als lange Reden zu schwingen, konnten oder wollte man den 67-Jährigen Kreisdezernenten am Donnerstag im Kloster Gravenhorst nicht einfach in den Ruhestand verabschieden, ohne seine Leistungen entsprechend zu würdigen.

Niederau war vieles. Das hat Landrat Dr. Klaus Effing in einer beeindruckenden Rückschau deutlich gemacht. Niederau war Planer, Straßen-, Radwege- und Häuserbauer. Er war Sanierer, Lenker, Umwelt-, Natur und Klimaschützer. Zudem Gartenfreund, Müllentsorger und -verwerte. Und schließlich, wie Effing auf Niederaus Position als Baudezernent treffend anspielte, ein echtes Ur-Gestein im Steinfurter Kreishaus. „Etwas schaffen, etwas bewegen, etwas voranbringen. Die Liste der Projekte, die Franz Niederau in den vergangenen Jahren bei uns umgesetzt hat, ist lang“, verwies Effing auf Meilensteine der Berufszeit Niederaus. Herausragend sicherlich die Zeit als Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Regionale 2004, mit der auch die Renovierung und Umgestaltung von Kloster Gravenhorst verbunden war. Die Neubauten am Kreishaus, die Sanierung der Berufskollegs, Straßenbauprojekte, die Gründung der Naturschutzstiftung, der Erhalt des Kreislehrgartens, der Ausbau des ÖPNV, die Entwicklung von Nahverkehrsplänen, die Gründung und Geschäftsführung der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt inklusive des Baus eines eigenen Kompostwerkes – Effing hätte die Liste der Projekte, an denen Niederau mitgewirkt hat, locker fortsetzen können.

Abschied von Franz Niederau

1/26
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle
  • Kreis Steinfurt verabschiedet seinen Baudezernenten Franz Niederau im Kloster Gravenhorst in den Ruhestand. Foto: Drunkenmölle

„Er war ein echter Mann des Fachs“, zollte Effing dem Allrounder Respekt, verkannte aber auch nicht, dass der gebürtige Rheinländer auch Ecken und Kanten hatte: „Ein Mann der mit seiner Meinung nie hinterm Berg hielt. Ein Mann, der Konflikte nicht scheute, aber am Ende doch meistens um den Ausgleich rang. Und ein Mann, der – wie er immer sagte – etwas Konkretes sehen wollte.“ Jahrelange zähe Planungen, dass hätte man nach Niederaus Auffassung den Leuten gar nicht verkaufen können.

Ins gleich Horn stieß auch Karl Kösters, stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Wirtschaft, Bauen, Energie, Tourismus und Demografie. Kösters bezeichnete Niederaus Arbeit als überaus respektables Lebenswerk. Außerdem: „Wir werden Ihren rheinischen Humor vermissen, mit dem sie uns westfälischen Sturköppen oftmals begegnet sind.“

Bernhard Busch, Architekt und Geschäftsführer von agn Ibbenbüren, vermittelte einen Eindruck, wie sich die Arbeit in der Baubranche in den vergangenen zwei Jahrzehnten gewandelt hat. Die Digitalisierung sorge auch dort für umwälzende Veränderungen. Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Bauen werde immer mehr an Bedeutung gewinnen. Der Klimawandel werde die eigentliche Herausforderung der Zukunft sein, war Busch überzeugt.

Themen, mit denen sich sicherlich auch Carsten Rehers weiter auseinandersetzen muss. Der 43-Jährige aus Püsselbüren wird am 1. September die Nachfolge von Franz Niederau antreten und stellte sich im Verlauf der Feierstunde schon einmal kurz den Gästen vor.

Für manch quälend langen Ausschussmarathon wollte Niederau am Ende etwas Rache üben. Natürlich mit einem Augenzwinkern. Und verbunden mit dem großen Dank an alle, die mit ihm zusammengearbeitet und ihn unterstützt haben – und die manches Mal auch seine Ungeduld und schlechte Laune ertragen mussten. „Ich habe mich nie so richtig ernst genommen. Ich wollte immer den gesunden Menschenverstand walten lassen“, bedankte sich Niederau für Freiheiten, die man ihm gelassen habe, auch einmal anders- oder quer zu denken „Ich habe mich immer gefreut, wenn es zu richtigen Diskussionen gekommen ist. Das hat mir Spaß gemacht.“

Den Wechsel in die Kommunalverwaltung habe er nie bereut. Die Zeit der Regionale 2004 beschrieb Niederau als eine seiner schönsten und kreativsten. Und was die Zukunft betrifft, so war er überzeugt, dass ein Zusammenspiel aller Kräfte immer wichtiger werde, gemeinsame Ziele zu verfolgen, den Kreis noch attraktiver zu machen. „Da ist für Kirchturmdenken kein Platz“, setzte Niederau den Schlusspunkt. „Alles, was war, ist gesagt“, ging’s ab an die frische Luft zum Grillbüfett und zum Plausch darüber, was die Zukunft bringt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6751384?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker