An den Schulen finden in den Sommerferien jede Menge Baumaßnahmen statt
Die Jahreszeit für Handwerker

Steinfurt -

Wenn Kinder in die Sommerferien gehen und die Schulen leer stehen beginnt für Detlev Bogs und seine Kollegen im Fachdienst Zentrales Gebäudemanagement eine Art eigene Jahreszeit: Alles was im laufenden Unterrichtsbetrieb schlecht umsetzbar ist, wird in den sechs Wochen erledigt, in denen andere Urlaub machen.

Freitag, 19.07.2019, 16:38 Uhr
Die alte Betontreppe ist bereits abgerissen, in den nächsten Tagen wird eine Stahlkonstruktion als Fluchtweg angebaut.
Die alte Betontreppe ist bereits abgerissen, in den nächsten Tagen wird eine Stahlkonstruktion als Fluchtweg angebaut. Foto: Bernd Schäfer

Und so stehen auch diesmal wieder einige Sanierungs-, Reparatur- und Umbauarbeiten auf dem Stundenplan der Handwerker.

In den beiden Gymnasien werden unter anderem die (ehemaligen) Physikräume erneuert. Das ist vor allem im Arnoldinum dringend nötig. „Die Physik im Arnoldinum ist noch ein wirklich altes Schätzchen“, umschreibt Fachdienstleiter Bogs den Zustand der Räume, die nach einer Kontamination mit Quecksilber nicht mehr oder nur noch eingeschränkt genutzt werden konnten – und bis zuletzt den Charme der 1960er Jahre ausstrahlten.

„Die Möbel stammten zum Teil noch aus der Ersteinrichtung“, glaubt Bogs. Wenn die Räume fertig saniert sind, können endlich auch die schon Anfang des Jahres gelieferten neuen Geräte für die experimentelle Physik in Betrieb genommen werden.

Auch am Borghorster Gymnasium werden die in die Jahre gekommenen Physikräume aufpoliert und auf einen modernen Stand gebracht.

Gleich an fünf Schulen sollen in den Ferien neue Fluchttreppenanlagen installiert werden. Den Anfang macht die Realschule am Buchenberg, wo im rückwärtigen Teil des Gebäudes bereits der baufällige Vorgänger aus Beton abgerissen wurde. An seiner Stelle wird eine neue Treppe aus Stahl angebracht. Deutlich größer und aufwändiger wird die Feuertreppe am Altbau der Bismarckschule: Die muss bis ins zweite Obergeschoss reichen. „Das ist schon ein ziemlicher Brummer“, beschreibt Bogs die Dimensionen. Und hofft, dass die Arbeiten bis Ferienende abgeschlossen werden können – denn spielende Kinder kann man bei so einem Projekt nicht wirklich gut gebrauchen.

Sicher ist das allerdings nicht: „Das versteht immer keiner, wenn das nicht funktioniert“, muss sich Bogs oft erklären. „Aber die Firmen sind voll mit Arbeit. Da ist ein Wunsch oft schneller geäußert als er realisiert werden kann.“ Dazu gibt es noch jede Menge kleinerer Maßnahmen, die in den nächsten Tagen und Wochen umgesetzt werden sollen: Elektrosanierungsmaßnahmen in der Marienschule, die Einrichtung von Containern auf dem Gelände der Graf-Ludwig-Schule und die Vorbereitung von provisorischen Kindergärten im Martin-Luther-Haus und in der Regenbogenschule.

Auch an der ehemaligen Nikomedesschule wird weiter gewerkelt. Die Räume des Stadtarchivs sollen bald fertiggestellt sein – allerdings dauert es noch etwas, bis der Aufzug genutzt werden kann, obwohl die vorbereitenden Arbeiten schon erledigt sind: Er hat eine lange Lieferzeit und wird wohl erst im September in Borghorst eintreffen.

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