60 Jahre LSG
Mit Engagement und Leidenschaft

Steinfurt -

Zehn Hektar Fläche und 1000 Meter Landebahn – das sind die Eckdaten des Flugplatzes Borghorst-Füchten der Luftsportgemeinschaft (LSG) Steinfurt. Am 1. Mai 1959 wurde der Flugplatz eröffnet. Am Samstag feierten die engagierten Mitglieder das 60-jährige Bestehen und spannten in einen filmisch aufbereiteten Rückblick den Bogen von 1959 bis heute.

Sonntag, 21.07.2019, 14:50 Uhr aktualisiert: 21.07.2019, 14:58 Uhr
Henrik Funke, Claudia Kegel, Matthias Gudorf und Karl-Heinz Schröder (v.l.) hielten einen kurzweiligen Rückblick auf 60 Jahre Flugplatzgeschichte. Eine der Höhepunkte des Abends war eine Lasershow.
Henrik Funke, Claudia Kegel, Matthias Gudorf und Karl-Heinz Schröder (v.l.) hielten einen kurzweiligen Rückblick auf 60 Jahre Flugplatzgeschichte. Einer der Höhepunkte des Abends war die Lasershow. Foto: nix

Zehn Hektar Fläche und 1000 Meter Landebahn – das sind die Eckdaten des Flugplatzes Borghorst-Füchten der Luftsportgemeinschaft (LSG) Steinfurt. Am 1. Mai 1959 wurde der Flugplatz eröffnet. Am Samstag feierten die engagierten Mitglieder das 60-jährige Bestehen und spannten in einem filmisch aufbereiteten Rückblick den Bogen von 1959 bis heute. Dazu begrüßten sie in der Halle auf dem Fluggelände viele Ehrengäste, präsentierten eine musikalisch untermalte Laser-Show und feierten intern eine unterhaltsame „Flieger-Party“, auf der zahlreiche Erinnerungen ausgetauscht wurden.

Vorsitzender Karl-Heinz Schröder, sein Stellvertreter Matthias Gudorf, Geschäftsführer Henrik Funke und Kassenwartin Claudia Kegel fassten die Flugplatzhistorie anekdotenreich zusammen. Alte Filme wurden aufbereitet und zeigten die Anfänge des Flugfeldes. Sie machten deutlich, wie viel Muskelhypothek die Pioniere seinerzeit investiert hatten.

Es gab auch besondere Herausforderungen. So musste eine Oberleitung quer über den Platz unterirdisch verlegt werden – und das alles ohne Mini-Bagger. Zu den Pionierleistungen gehörte auch die Fusion der Luftsportvereine Borghorst und Burgsteinfurt zur „Luftsportgemeinschaft Steinfurt e.V.“ im Jahr 1962.

Seit den Anfängen der Fliegerei in der Region bestimmen große Leidenschaft und Engagement für das Fliegerleben die Szene. 1960 entstand die mittlerweile durch eine größere ersetzte Flugzeughalle, 1964 wurde in Eigenarbeit ein Clubhaus errichtet, das heute erneuerungsbedürftig ist. Segelflugzeuge ergänzten die Enthusiasten mit der Zeit um Motorsegler und auch der Ultraleichtflug spielt mittlerweile eine Rolle.

„Es ist mir eine große Ehre, heute Abend auch einige Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßen zu dürfen“, sagte Schröder. Feuerwehrkameraden aus Steinfurt gehörten ebenso zu den Gästen. „All das, was wir hier sehen, wäre nicht möglich gewesen ohne unsere langjährigen Verpächter“, betonte der Vorsitzende und bedankte sich ausdrücklich bei den Familien Schulze Düding aus Borghorst, Abeler und Vesper aus Ahlintel und Hersping, Vereinsgaststätte in Ostendorf.

Besondere Erwähnung fand die Ausbildung des Flieger-Nachwuchses bei der LSG Steinfurt. Schon immer begleitete der Verein junge Menschen, viele von ihnen wurden später Berufs-Piloten. Das Gelände liegt zum einen Teil auf Borghorster, zum anderen auf Emsdettener Gebiet. So erschienen Bürgermeister aus beiden Verwaltungen zur Feier. Steinfurts Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer signalisierte fachliche Begleitung beim Bau des neuen Clubhauses. „Geld versprechen kann ich allerdings nicht“, meinte sie bedauernd. Christian Erfling, stellvertretender Bürgermeister aus Emsdetten, überbrachte die Glückwünsche der dortigen Verwaltung.

Stefan Klett, Präsident des Aeroclubs, hob das caritative Engagement der Gemeinschaft hervor. So führen die Flieger regelmäßig einen bunten Nachmittag mit Rundflügen für Patienten der Kinderkrebsstation, Uni Münster, durch und wurden dafür bereits öffentlich geehrt.

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