Familie Kleine Berkenbusch hat Besuch aus den USA
Stadtrundfahrt mit dem Bürgerbus

Borghorst -

Tut sich da vielleicht ein neues Geschäftsfeld für den Bürgerbus auf? Spätestens, wenn die Europa-Touristen aus dem asiatischen Raum die Kreisstadt für sich entdeckt haben, sollte der Vorstand über eine Ausweitung des Angebots nachdenken. Die von Bürgerbus-Fahrer Günter Kleine Berkenbusch initiierte Generalprobe war jedenfalls ein voller Erfolg, wie Sue und Christ Bristom nur zu gerne bestätigen.

Donnerstag, 25.07.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 25.07.2019, 16:21 Uhr
Günter Kleine-Berkenbusch (l.) chauffierte die Eltern seiner Schwiegertochter, Chris und Sue Bristom aus Detroit, mit dem Bürgerbus durch Steinfurt.
Günter Kleine Berkenbusch (l.) chauffierte die Eltern seiner Schwiegertochter, Chris und Sue Bristom aus Detroit, mit dem Bürgerbus durch Steinfurt.

Das US-amerikanische Ehepaar, zu Hause in einem Vorort von Detroit, der ehemaligen Metropole der dortigen Autoindustrie, hat mit Kleine Berkenbusch am Volant eine Stadtrundfahrt im Bürgerbus absolviert. Vorbei an den Haltestellen in beiden Stadtteilen. „Zu- und wieder ausgestiegen am Marienhospital“, schmunzelt der Borghorster. Zum Komplettpreis von 1,50 Euro pro Person.

Chris Bristom, in England geboren, seit Jahrzehnten in den USA zu Hause, war das erste Mal in Steinfurt. Und es hat ihn sehr beeindruckt. „So viele alte und neue Häuser, die in exzellentem Zustand sind“, erzählte der rüstige Ruheständler nach der Rundreise. Sein Bild über Deutschland habe sich bestätigt: „Kein Müll, alles sehr ordentlich und gut organisiert.“

Um die ganze Geschichte zu erzählen: Sue und Chris sind natürlich nicht zufällig in den Bus von Kleine Berkenbusch gestiegen. Der Borghorster kennt das Ehepaar schon lange, sind es doch die Schwiegereltern seines Sohnes Marko. Der ist gerade mit seiner Frau Val und Töchterchen Lilly auf „Heimaturlaub“. Seine Schwiegereltern, die zeitgleich zum Familientreffen nach Borghorst gekommen sind, sieht er sonst auch nicht so häufig. Er arbeitet in New York. Luftlinie sind das immerhin an die 800 Kilometer Entfernung.

„Bei der Fahrt mit dem Bürgerbus konnten wir nicht alle Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen“, erläuterte der Chauffeur. Darum hat er mit seiner Frau Anneliese die Gäste zu einer E-Bike-Tour zum Schloss und durch das Bagno eingeladen. Für die Bristoms auch eine völlig neue Erfahrung. „Fahrradfahren ist bei uns nicht so weit verbreitet“, erzählt Ehemann Chris. Meist seien die Entfernungen zum Supermarkt oder in die Stadt zu groß. Dementsprechend gebe es in den USA so gut wie keine Fahrradwege.

Die Beschaulichkeit einer deutschen Kleinstadt weiß besonders die kleine Lilly mittlerweile sehr zu schätzen. Sie steigt nur zu gerne aufs Rad, um Borghorst zu erkunden oder zu ihren gleichaltrigen Freundinnen zu radeln. Für ihre Großeltern hat der Steinfurt-Urlaub schon ein Ende. Mit dem Flugzeug ging es am Donnerstag zurück nach Hause.

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