25-Jähriger wegen besonders schwerem Diebstahl verurteilt
„Ich bin in ein Loch gefallen“

Altenberge -

Mit einem Stein die Scheibe einer Gaststätte eingeschlagen und die anschließend die Registrierkasse entwendet: Im Prozess wegen eines besonders schweren Diebstahls legte der angeklagte Altenberger ein umfassendes Geständnis ab.

Freitag, 09.08.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 19:38 Uhr
25-Jähriger wegen besonders schwerem Diebstahl verurteilt: „Ich bin in ein Loch gefallen“
(Symbolbild) Foto: dpa

Mit einem Stein die Scheibe einer Gaststätte eingeschlagen und die anschließend die Registrierkasse entwendet: Im Prozess wegen eines besonders schweren Diebstahls legte der angeklagte Altenberger ein umfassendes Geständnis ab. Der Richter am Amtsgerichts Steinfurt verurteilte den 25-Jährigen zu zehn Monaten Haft, ausgesetzt auf vier Jahre zur Bewährung. Zusätzlich verhängte er eine Bewährungsauflage von 2000 Euro.

Die Tat ereignete sich im März diesen Jahres. Der Inhalt der gestohlenen Kasse belief sich nach Angaben des Angeklagten auf etwa 1200 Euro. Der genaue Geldbetrag konnte vor Gericht nicht ermittelt werden. Der Angeklagte begründete seine Tat mit seiner damals schwierigen Lebenssituation. Anfang des Jahres sei er arbeitslos gewesen: „Ich bin da in ein Loch gefallen.“ Außerdem sei er zum Tatzeitpunkt stark angetrunken, wie er vor Gericht sagte. Wegen Betrug, Diebstahl und Körperverletzung stand der Altenberger zum Zeitpunkt der Tat bereits unter Bewährung.

Die Staatsanwältin forderte eine Haftstrafe von zehn Monaten für den Angeklagten, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. Zur Begründung zog sie die günstige Sozialprognose der Bewährungshelferin heran.

Der Verteidiger stimmte den Ausführungen der Staatsanwältin im Wesentlichen zu, forderte aber eine nur achtmonatige Haftstrafe, ebenfalls auf Bewährung.

Er führte zudem an, dass er im Auftrag seines Mandanten an den Geschädigten herangetreten sei. Er habe dem Opfer eine Entschuldigung und das entwendete Geld angeboten. Eine Reaktion des Geschädigten blieb aus. Der Richter hob die Bewährungszeit von drei auf vier Jahre an, weil der Angeklagte seine Auflagen nicht erfüllt hat. Zudem solle die Zahlung von 2000 Euro ein Denkzettel und ein Warnschuss sein.

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