Mit dem Heimatverein auf Abendradtour
„Fahrradfahren bedeutet Freiheit“

Burgsteinfurt -

Die Fahrradfahrten des Heimatvereins Burgsteinfurt sind Kult und dass schon seit 2001. In dem Jahr initiierte Hans Raeker die beliebten Ausflüge auf zwei Rädern in Burgsteinfurt. Seinem Beispiel folgte Konrad Huster in Laer. Inzwischen haben die beiden Pioniere die Organisation und Durchführung der Radtouren in jüngere Hände gelegt. So startete die jüngste Radeltour in Burgsteinfurt am Freitagabend unter der Regie von Wilhelm Dudek.

Sonntag, 18.08.2019, 16:00 Uhr
Die Radtour-Teilnehmer formieren sich zur Abfahrt in Burgsteinfurt.
Die Radtour-Teilnehmer formieren sich zur Abfahrt in Burgsteinfurt. Foto: NIx

„Jeden Tag Ferien auf zwei Rädern“ lautete in den Siebzigern ein Werbeslogan der Fahrradindustrie. Der Spruch wurde sogar auf die Klingeln am Lenker gedruckt und tatsächlich erfreut sich der „Drahtesel“ noch heute großer Beliebtheit. Technisch gesehen sind Räder der neuen Generation ihren Vorgängern haushoch überlegen. E-Bikes lassen die Mühen des Tretens auch an Hügeln vergessen.

Freitag war die Radelgruppe des Heimatvereins Burgsteinfurt wieder unterwegs. Seit 30 Jahren veranstaltet der Verein Abendradtouren, unter Initiator Hans Raeker entwickelten sie sich zur Erfolgsgeschichte. „Es war für mich immer bewundernswert, wie perfekt er sich an Karten orientierte und jeden Weg auf Anhieb fand“, sagt Konrad Huster, „sogar einen Kompass hatte er in der Tasche.“ Der Laerer Huster ist Mitglied der Heimatvereine in Laer sowie Burgsteinfurt und fährt auch im Nachbarort gerne mal mit. Im Jahr 2001 etablierter er motiviert durch Raekers Aktivitäten auch in der Ewaldigemeinde Radtouren und organisierte sie 15 Jahre lang.

Die Burgsteinfurter machten sich am Freitag vom Edeka-Parkplatz an der Leerer Straße aus auf den Weg zum Restaurant „Jägerheim“ in Darfeld-Höpingen. Vor 14 Jahren übernahm Wilhelm Dudek die Organisation, unterstützt von seiner Frau Gisela. Bis zu 12 Touren stellt er jährlich zusammen, wobei nichts dem Zufall überlassen wird.

„In meinem Ordner sind mittlerweile rund 20 Gaststätten als Ziele verzeichnet“, sagt Dudek. Im Vorfeld stimmt er eine kleine Speisekarte mit mehreren Gerichten ab. Diesmal reichten die kulinarischen Leckereien von der Schinkenplatte mit Ei bis hin zum Zigeunerschnitzel mit Bratkartoffeln. Vor Fahrtantritt gab jeder sein Lieblingsmenü an, Dudek meldete die Anzahl der Radler und deren Essenswünsche telefonisch an die Gaststätte weiter. So stand bei der Ankunft alles nahezu schon auf dem Tisch. Auf das Wetter hat der Organisator stets ein Auge und checkt es besonders gründlich vor jedem herannahenden Tourtermin.

Reiner und Maria Ulber kommen aus Borghorst, fahren gern mal bei den Burgsteinfurtern mit. Auch sonst sind sie begeisterte Pedalritter. „Fahrradfahren bedeutet Freiheit, außerdem lieben wir die Natur“, betont Maria Ulber.

Dudek suchte in bewährter Manier schöne „Pättkes“ abseits der Hauptstraßen aus, wo es sich gut fahren ließ. Es war auch schon mal ein Feldweg dabei, auf dem die Teilnehmer ein wenig energischer in die Pedale treten mussten. Doch die meisten sind Fahrradfahren gewöhnt, sie kann so leicht nichts stoppen. Darüber hinaus steigt der Anteil an E-Bikes, die entspannte, komfortable Fortbewegung erlauben.

Die Gruppe fährt nicht langsam, aber doch so, dass jeder bequem mithalten kann. Und ein Schwätzchen während der Fahrt ist auch noch drin. Kommt ein Auto von vorn, so wird das bis zum letzen Radler am Schluss der Kolonne gemeldet. Sicherheit hat oberste Priorität. Wird es im Sommer zu heiß, so reduziert sich die Zahl der Radtouren auch schon mal. Kontinuität ist aber auf jeden Fall gewahrt. „Wir haben normalerweise Teilnehmerzahlen von zirka 30 bis 50 Mitfahrern“, so Dudek, der nicht müde wird immer neuen Strecken zu erkunden.

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