Straßenausbauten Friedrich-Hofmann- und Rohdewaldstraße
Ein Hauch von Frisco in Stemmert

Burgsteinfurt -

Nun ja, so ganz kann die Friedrich-Hofmann-Straße mit ihren berühmten Pendants in San Francisco nicht mithalten. Schaut man aber von der Bismarckstraße den frischen Asphalt zum Bahnhof hinauf, so stellt sich ob den wellenförmigen Anstiegs der Fahrbahn schon ein wenig von jenem Flair ein, die die nordkalifornische Hügelmetropole auszeichnet. Seit Juni wird die beliebte Verbindung zwischen Altstadt und Bahnhof ausgebaut. Bei der parallel verlaufenen Rohdewaldstraße sind die Arbeiten bereits abgeschlossen.

Dienstag, 20.08.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 15:30 Uhr
Sehen dem Abschluss der Bauarbeiten an der Friedrich-Hofmann-Straße entgegen: Polier Mike Mönning (l.) von der Firma Nyenhuis sowie Stefan Overberg vom Tiefbauamt der Stadt Steinfurt.
Sehen dem Abschluss der Bauarbeiten an der Friedrich-Hofmann-Straße entgegen: Polier Mike Mönning (l.) von der Firma Nyenhuis sowie Stefan Overberg vom Tiefbauamt der Stadt Steinfurt. Foto: Ralph Schippers

Nun ja, so ganz kann die Friedrich-Hofmann-Straße mit ihren berühmten Pendants in San Francisco nicht mithalten. Schaut man aber von der Bismarckstraße den frischen Asphalt zum Bahnhof hinauf, so stellt sich ob des wellenförmigen Anstiegs der Fahrbahn schon ein wenig von jenem Flair ein, das die nordkalifornische Hügelmetropole auszeichnet.

„Alles noch im Rahmen“, schmunzelt Stefan Overberg über diese vielleicht doch etwas gewagten Assoziationen des Berichterstatters. Das für münsterländische Verhältnisse recht deutliche Gefälle stellt Straßenbauer – in diesem Fall die der Firma Nyenhuis aus Spelle – vor keine nennenswerten Probleme, berichtet der stellvertretende Leiter des Fachdienstes Tiefbau bei der Stadtverwaltung.

Seit Anfang Juni sind die Mannen um Polier Mike Mönning mit dem Endausbau der Verbindung zwischen Altstadt und Bahnhof beschäftigt. Vor allem von Fußgängern und Radfahrern wird sie gerne genutzt – ein Grund dafür, dass die von der Stadt mit dem Ausbau beauftragten Straßenbauer aus dem Emsland vor Beginn ihrer Betriebsferien zwischenzeitlich einen Zahn zugelegt und schneller als geplant das Pflaster der Gehwege und den Straßenunterbau fertiggestellt haben. „Das hat auch die Anlieger gefreut, die so besser zu ihren Grundstücken gekommen sind“, sagt Overberg.

Der Tiefbauexperte beaufsichtigt von Seiten des Auftraggebers die Straßenbauarbeiten – wie auch schon an der Rohdewaldstraße auf der anderen Seite des früheren VEW-Areals und jetzigen Standorts eines Lebensmittelmarkts und moderner Mehrfamilienhäuser. Insgesamt rund 430 000 Euro investiert die Stadt in die beiden Endausbauten, ein nicht unerheblicher Teil davon wird von den Anliegern getragen. Diese waren frühzeitig in die Planung mit eingebunden, konnten auf Versammlungen und später im Rahmen des Bauleitplanverfahrens ihre Anregungen einbringen.

Während der Ausbau an der Rohdewaldstraße bereits Ende Mai abgeschlossen werden konnte, wird an der Friedrich-Hofmann-Straße noch fleißig gearbeitet – voraussichtlich Ende September werden die Bauarbeiter abziehen. Mehr als 200 Meter beträgt dort die Ausbaulänge – deutlich mehr als an der Rohdewaldstraße. Beide Straßen sind als Tempo-30-Zonen ausgewiesen, weisen gepflasterte Bürgersteige auf und haben eine Asphaltdecke. Stefan Overberg nennt es einen „klassischen Ausbau“ als innerstädtische Wohnstraße. Durch die gemeinsame Ausschreibung habe man einen günstigeren Preis bei der ausführenden Firma erzielen können.

Besonderheit an der Friedrich-Hofmann-Straße: Dort gehören 20 Parkbuchten mit zum Ausbauumfang sowie fünf sehr großzügig bemessene Baumscheiben für Stadtbäume. Diese sollen zum Herbst hin gepflanzt werden und ersetzen die Altbäume, die vor Beginn des Ausbaus gefällt worden sind. Bislang einzigartig im gesamten Stadtgebiet sind die sechs Betonschächte, die in Höhe des Aldi-Marktes in den Untergrund gesetzt worden sind.

Sie sollen später einmal Unterflurcontainer aufnehmen, die die derzeit noch am Bahnhof stehenden Recycling-Container ersetzen sollen. So kann dort wertvoller Parkraum freigegeben werden. Die CDU hatte sich für eine solche Lösung, die Prototypcharakter für Steinfurt hat, stark gemacht. Die Fundamente seien von privater Hand finanziert worden, berichtet Overberg. Die Anschaffung der Container selbst muss noch von der Politik genehmigt werden. Ein entsprechender Posten ist in den Entwurf des Haushaltsplanes für das kommende Jahr eingestellt.

Noch in diesem Jahr strebt der Fachdienst Tiefbau einen weiteren Straßenendausbau in Burgsteinfurt an, wie Overberg ankündigt. Es handelt sich um die Nordbahnstraße auf der anderen Seite des Bahnhofs. Ende des Jahres soll es spätestens losgehen. „Die Ausschreibung läuft“, gibt der Tiefbau-Experte der Stadt den Stand der Dinge wieder – und schaut auf den tiefschwarzen Asphalt der Friedrich-Hofmann-Straße, der in Wellen rauf zum Bahnhof führt. Für Inline-Skater wäre der nicht schlecht, muss Overberg einräumen. Aber Cable-Cars? Nicht im beschaulichen Burgsteinfurt.

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