Konfi-Camp in Milte
Kirche einmal anders erleben

Milte -

Zum fünften Mal war Milte gemeinsames Ziel des dreitägigen „Konfi-Camps“. Zum ersten Mal waren neben Warendorfern, Grevenern und Reckenfeldern auch Jugendliche der Gemeinden in Ostbevern und Everswinkel / Freckenhorst dabei.

Montag, 02.09.2019, 10:00 Uhr
Die Milter Schützenhalle beherbergte am Wochenende das evangelische „Konfi-Camp“. Mia Sophie, Lilly und Giulia fühlten sich sichtlich wohl.Draußen auf dem sonnenüberfluteten Platz war der Sonnenhut für manchen Teamer ein Muß.
Die Milter Schützenhalle beherbergte am Wochenende das evangelische „Konfi-Camp“. Mia Sophie, Lilly und Giulia fühlten sich sichtlich wohl.Draußen auf dem sonnenüberfluteten Platz war der Sonnenhut für manchen Teamer ein Muß. Foto: Ulrike von Brevern

Der Anblick des Milter Schützenplatzes ließ am Wochenende Gedanken an die Invasion Außerirdischer aufkommen. Duzende kleiner Iglu-Zelte dichtgedrängt auf der einen Seite des scheinbar menschenleeren, sonnenüberfluteten Platzes – auf der anderen überlebensgroße, luftgefüllte Spielgeräte, ein Rutschenturm etwa, und ein Menschenkicker. Wer mag hier gelandet sein?

Kurz nachdem Ulf Schlien, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Münster, mit mehreren Blechen Schokomuffins im Gepäck das Gelände erreicht hatte, wurde es deutlich: 110 Konfirmanden gemeinsam mit 30 Teamern begrüßten auf dem plötzlich belebten Platz den Kirchenmann. Die Achtklässler stammten aus der gesamten Synodalregion Warendorf, die von Beelen bis nach Reckenfeld reicht. Zum fünften Mal war Milte gemeinsames Ziel des dreitägigen „Konfi-Camps“. Zum ersten Mal waren neben Warendorfern, Grevenern und Reckenfeldern auch Jugendliche der Gemeinden in Ostbevern und Everswinkel / Freckenhorst dabei.

Nach Camps zum Thema Umweltschutz, Ökologie oder Deeskalation wandten die Organisatoren in diesem Jahr den Blick auf die eigene Institution. „Pimp your church“ lautete das Motto. „Wir wollen den Jugendlichen die Möglichkeit geben, Kirche anders zu erleben“, erläuterte Warendorfs Pfarrer Herwig Behring die Idee, „Sie sollen Kirche als Mitmachkirche begreifen können“, ergänzte sein Amtsbruder Pfarrer Cornelius Bury. Für Superintendent Schlien lag der Charme des Camps auch darin, dass die Jugendlichen der oft kleinen evangelischen Gemeinden der Region einmal in eine Menge Gleichgesinnter eintauchen können.

Das taten sie in buntgemischten Workshops, die vom Geocaching, über Karate bis zum Spielen des Diggeridoo, eines Blasinstrumentes australischer Ureinwohner reichten und frühestens auf dem zweiten Blick kirchliche Themen streiften. Aber auch die Gestaltung des Abschlussgottesdienstes zum Thema „Talente“ lag in den Händen der Jugendlichen.

Rund 40 Konfis waren am Freitagmittag mit dem Fahrrad aus Warendorf Richtung Schützenplatz gestartet. Der Rest kam per Bus oder Auto. Nach einem schweißtreibenden Zeltaufbau stand ein entspannender Disco-und Kennenlernabend auf dem Programm.

Dank eines heftigen Gewitters verlief die zweite Nacht nicht ganz ungestört, mussten doch einige Jugendliche später feststellen, dass ihre Zelte verweht waren.

Mit einem Abschlussgottesdienst am Sonntag wurden die Jugendlichen wieder in den Alltag entlassen. „Ich würde das gerne wieder machen“, zeigte sich Darius aus Greven vom Camp-Gedanken überzeugt – und blieb damit nicht der Einzige.

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