Steinfurt-Gutschein
Der Weg zum Erfolg ist digital

Steinfurt -

Der neue Steinfurt-Gutschein stößt in der Geschäftswelt noch auf Zurückhaltung. Nur rund 15 Händler haben bislang zugesagt, bei dem Projekt unter der Federführung von Steinfurt Marketing & Touristik mitzumachen. Jetzt soll die Werbetrommel nochmals gerührt werden. Denn die Vorteile des Gutscheins, der vor allem digital vertrieben werden soll, liegen auf der Hand.

Dienstag, 10.09.2019, 19:00 Uhr
Rühren die Werbetrommel für den neuen Steinfurt-Gutschein (v.l.): Die SMarT-Mitarbeiter Anna Delorme und Daniel Lücke sowie Geschäftsführerin Marion Niebel.
Rühren die Werbetrommel für den neuen Steinfurt-Gutschein (v.l.): Die SMarT-Mitarbeiter Anna Delorme und Daniel Lücke sowie Geschäftsführerin Marion Niebel. Foto: Ralph Schippers

Mitte Juli hatte die Steinfurt Marketing & Touristik (SMarT) im Rahmen einer Infoveranstaltung mit dem Ahauser Softwareunternehmen Tobit der lokalen Geschäftswelt den neuen Steinfurt-Gutschein näher gebracht – doch so richtig überzeugt scheinen Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen in der Kreisstadt von dem in anderen Kommunen bereits sehr erfolgreich umgesetzten Marketinginstrument (noch) nicht zu sein. „Wir haben bislang 15 Zusagen von Geschäftsleuten vorliegen, die mitmachen wollen“, erklärte SMarT-Geschäftsführerin Marion Niebel am Dienstag auf Anfrage. 25 sollten es nach ihrer Einschätzung aber mindestens sein, damit das Projekt erfolgreich starten kann.

Warum sich viele Einzelhändler in Zurückhaltung üben? Marion Niebel vermutet, dass es vor allem das Setzen auf den digitalen Vertriebsweg ist, das viele potenzielle Interessenten noch zaudern lässt. Schließlich lief der frühere Einkaufsgutschein seinerzeit recht gut analog.

Doch gerade vom Sprung in die Online-Welt versprechen sich die Initiatoren von SMarT gehörigen Schub. „Wir planen zwar weiterhin auch mit einer gedruckten Version“, kündigt die Marketing-Fachfrau an. Der Schwerpunkt soll aber ganz klar auf der digitalen Nutzung durch Händler und Käufer liegen. Niebel: „Das bringt, so die Erfahrung aus bereits umgesetzten Projekten in Nachbarkommunen wie zum Beispiel Ahaus oder Rheine, deutlich mehr Umsatz.“

„Idealer Vertriebspartner“

Mit dem Unternehmen Tobit ist Marion Niebel überzeugt, den idealen Vertriebspartner für den Stadtgutschein gefunden zu haben. Mit der Softwareschmiede aus Ahaus besteht bereits eine Kooperation in Form des Nachrichtenportals „Die Steinfurter“. Der Steinfurt-Gutschein ließe sich sehr gut in diese Plattform integrieren. „Aber auch unabhängig davon hat Tobit uns das beste Angebot unter mehreren Bewerbern, die wir hatten, gemacht“, sagt die SMarT-Chefin. Sie kündigte im Gespräch mit dieser Zeitung an, bei den Händlern nun nochmals offensiver um eine Teilnahme am Steinfurt-Gutschein werben zu wollen. Sie sei sich sicher, dass das Projekt, wenn erst am Markt gestartet, zu einem Erfolg wird und sich danach peu á peu auch weitere Geschäftsleute anschließen werden.

Die Vorteile lägen auf der Hand: Der Gutschein trage dazu bei, Kaufkraft vor Ort zu binden und den Handel zu stärken – gerade mit Blick auf die zunehmende Konkurrenz aus dem Internet sei dies sehr wichtig, so Marion Niebel. Der Aufwand für die Geschäftsleute bleibe überschaubar: Es sei lediglich ein Smartphone oder Tablet mit Scanfunktion erforderlich, auf dem die entsprechende Software installiert und das mit dem Web verbunden sein muss. Auch der Schulungsaufwand sei gering.

Interesse in der Bevölkerung ist da

Und dass bei den Steinfurtern selbst das Interesse an einem Stadtgutschein groß ist, habe schon der rein analoge Vorgänger gezeigt. Er sei seinerzeit nicht aufgrund mangelnder Resonanz, sondern wegen organisatorischer Probleme eingestellt worden.

Ziel von SMarT ist es, das neue Angebot spätestens Mitte November, also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, einzuführen.

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