Streit im Rat um Begriffe – in der Sache herrscht Einigkeit
Klimanotstand ausrufen oder Offensive starten?

Steinfurt -

Es ist eigentlich nur ein Streit um Begriffe. Klimanotstand ausrufen oder Klimaoffensive starten? Darum streiten sich Politik und Verwaltung. 

Donnerstag, 19.09.2019, 19:24 Uhr aktualisiert: 19.09.2019, 20:37 Uhr
Streit im Rat um Begriffe – in der Sache herrscht Einigkeit: Klimanotstand ausrufen oder Offensive starten?
Über 1000 Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie gibt es in und um Steinfurt. Foto: Hollicher Windpark

In der Sache sind sich alle einig: Die Stadt muss was tun. Das wurde bei der Ratssitzung am Donnerstagabend erneut deutlich, in der die Mitglieder noch keine konkreten Beschlüsse fassten. Sie warten auf die Verwaltung, die den Auftrag erhalten hat, die verschiedenen Initiativen der Fraktionen, so gibt es ähnlich lautende Anträge von SPD, FWS und der GAL, zu bündeln und in einer Beschlussvorlage zusammenzufassen.

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer machte am Abend noch einmal den Stadtpunkt der Verwaltung deutlich: „Die Stadt sollte nicht den Notstand ausrufen, sondern eine Klimaoffensive starten.“ Steinfurt sei bei dieser Thematik gut im Rennen, habe einige Eisen im Feuer. „Ein Notstand ist für mich was anderes.“

Heftiger Widerstand kam von seiten der Grün-Alternativen. Für Gebhard Niehues haben die Steinfurter noch gar nichts erreicht. „Das war bislang alles ein Tropfen auf den heißen Stein“, wetterte das GAL-Mitglied. Arnold Schumacher von den Grünen betonte als Vorsitzender des Umweltausschusses, dass man eigentlich inhaltlich sehr eng beieinander liege. Grundsätzlich müsse es darum gehen, sich selbst stärkere Verpflichtungen aufzuerlegen, um den Klimaschutz voranzutreiben. Auch der zuständige Fachdienstleiter im Rathaus, Stefan Albers, sah eher einen Streit um Begrifflichkeiten. Er nannte als Auftrag an die Verwaltung die Auflistung der Maßnahmen zum Klimaschutz.

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