„4. Hunde im Freibad-Tag“ in Burgsteinfurter BagnoMare
„Caruso“ planscht, aber singt nicht

Burgsteinfurt -

Eigentlich war der Sonntag geradezu prädestiniert für einen letzten Familienbesuch des Burgsteinfurter Freibads: Sonne pur und 26 Grad Außentemperatur. Allerdings hätte das mittlerweile durch Algen grün gefärbte Wasser in den Schwimmbecken nicht gerade zum Bahnenziehen eingeladen.

Montag, 23.09.2019, 15:36 Uhr
Oliver Tieck, Organisator des „4. Hunde im Freibad-Tages“, hält Ute Peters aus Mesum-Rheine fest, die ihren Cockerspaniel „Caruso“ ins Schwimmbecken des BagnoMare „verhilft“.
Oliver Tieck, Organisator des „4. Hunde im Freibad-Tages“, hält Ute Peters aus Mesum-Rheine fest, die ihren Cockerspaniel „Caruso“ ins Schwimmbecken des BagnoMare „verhilft“. Foto: Matthias Lehmkuhl

Das leicht angeschmutzte Nass war für die vielen Hunde, die beim „4. Hunde im Freibad-Tag“ im BagnoMare mitmachten, überhaupt kein Problem. Ganz im Gegenteil: Der eine oder andere Vierbeiner tummelte sich so lange im „Brackwasser“, bis Frauchen oder Herrchen mit einem lauten Kommando ihren Schützling zurück an den Beckenrand beorderte. Es war doch beeindruckend, wie die meisten der schwimmenden Hunde den Anordnungen folgten. Zugegeben: Ab und an musste ein „Leckerli“ Überzeugungsarbeit leisten.

Aber nicht alle Hunde hatten große Lust, sich im Schwimmbecken ohne festen Untergrund unter den Pfoten auszutoben. Für diese „Nichtschwimmer“ stand das Planschbecken im hinteren Bereich des BagnoMare zur Verfügung. Dort konnte auch die „Dame des Herzens“ vom Rüden besser beobachtet und wenn möglich auch beschnuppert werden. Für „Frauchen“ oder „Herrchen“ hatte die DLRG-Ortsgruppe Burgsteinfurt Kaffee, Kuchen, heiße Grillwürstchen und kühle Getränke zu günstigen Preisen bereitgestellt. Wer wollte, spendete den „Lebensrettern“ einen kleinen Betrag für die ehrenamtliche und Nachwuchs-Arbeit. Die DLRG stand auch bereit, falls ein Hund einen Schwächeanfall erleiden sollte. Darüber hinaus stand eine Tier-Physiotherapie bereit. Und falls das Hundchen auch noch neu gestylt werden sollte, hatte ein Hundefriseur den richtigen „Haarschnitt“ parat. „Letztes Jahr hatten wir acht Grad und Regen. Da machten nur 80 Hunde mit. Heute sind es fast 200 Vierbeiner, die sich im Freibad getummelt haben“, freute sich Organisator Oliver Tieck über die tolle Resonanz bei den Hundehaltern kurz vor Ende des Hunde-Freibad-Tags. „Es werden immer mehr Freibäder in der Nachbarschaft, die so etwas machen. Wir sind trotzdem nicht unzufrieden“, so Tieck weiter, der Hunde aus Hamburg oder Osnabrück begrüßen konnte. Mehr als die Hälfte sei aber aus Steinfurt gewesen. Der Erlös aus dieser Veranstaltung ist für das BagnoMare bestimmt.

Ganz glücklich, dass es diesmal geklappt hatte, war Tanja Schmidt. „Beim ersten Versuch vor zwei Jahren saß ich im Rollstuhl. Vergangenes Jahr hatte meine Hündin etwas an ihrer Pfote“, erklärte die Burgsteinfurterin, die mit ihrer drei Jahre alten Labrador-Hündin im BagnoMare war. „Wir sind durch Mundpropaganda von dieser Veranstaltung informiert worden“, war Ute Peters aus Rheine-Mesum mit ihrem Cockerspaniel „Caruso“ zum ersten Mal im Burgsteinfurter Freibad. In ihrer Heimat würde so etwas nicht angeboten: „Rheine macht das nicht und Mesum hat nur ein Hallenbad.“

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