Planungsausschuss stimmt größeren Mobilheimen zu
Campingplatz kann auf die Reise gehen

Steinfurt -

Mit dem Campingplatz am Veltruper See kann es endlich was werden: Der Planungsausschuss stimmt am Dienstagabend den noch im Februar abgelehnten Wünschen Dirk Könincks zu, die Grundflächen der Mobilheime von 40 auf 50 Quadratmeter und die Höhen von 3,50 auf 3,80 Meter zu erhöhen.

Mittwoch, 09.10.2019, 09:44 Uhr
An dem idyllischen See in Veltrup könnten bald die ersten Mobilheime entstehen – vorausgesetzt, der Rat folgt dem Beschluss des Planungsausschusses.
An dem idyllischen See in Veltrup könnten bald die ersten Mobilheime entstehen – vorausgesetzt, der Rat folgt dem Beschluss des Planungsausschusses.

„Wir werden zustimmen, wie wir auch schon der alten Vorlage zugestimmt haben“, erklärte Rainer Abeling für die SPD-Fraktion gleich zu Beginn der Diskussion. „Wir hoffen, dass wir nach 20 oder eher 30 Jahren endlich eine Entscheidung bekommen.“ Gleichzeitig schränkte er aber auch ein, dass die SPD mit dem Investor, der nach der Ablehnung im Februar aus dem Projekt ausgestiegen war, glücklicher gewesen wäre. „Das neue Konzept ist eher schlechter, weil jetzt bei der Bebauung kein einheitliches Bild entsteht.“

Fraktionskollege Frank Müller fand noch einen weiteren Kritikpunkt: „Ich fürchte, dass es ohne einen Investor so geht wie beim Hotel im Bagno: Es passiert nichts.“ Das neue Konzept sieht vor, die rund 30 Parzellen einzeln zu verpachten und jedem Pächter die Gestaltung des Mobilheims selbst zu überlassen. Für die FWS, die die Vergrößerung der Gebäude bei der letzten Ausschusssitzung gemeinsam mit CDU, FDP und GAL abgelehnt hatte, stellte Kurt Lewandowski klar, dass es auch diesmal keine Zustimmung geben werde.

Das neue Konzept ist eher schlechter, weil jetzt bei der Bebauung kein einheitliches Bild entsteht.

Rainer Abeling (SPD)

„Im Bebauungsplan steht, dass dort keine Wochenendhäuser gebaut werden dürfen. Genau die werden dort aber entstehen“, war seine Befürchtung.

Norbert Kerkhoff wiederholte für die CDU die Argumente, die zur Neueinbringung des Antrags geführt hätten: Das neue Konzept sei weniger „elitär“ und stehe im Einklang mit dem gewünschten familien- und kinderfreundlichen Charakter des Campingplatzes.

Der Technische Beigeordnete Hans Schröder glaubt, „dass das eine Riesenchance ist, einen Campingplatz zu bekommen, der attraktiv ist“. Der Beschluss sei ein Schritt, Dirk Köninck als Eigentümer des Campingplatzes auf die Reise zu schicken. „Aber auch, ihn an die Hand zu nehmen.“

Schließlich wird im letzten Absatz des Beschlusses festgehalten, „dass das zwischen Grundstückeigentümer und Investor neu entwickelte Konzept im Ausschuss vorgestellt werden soll. Dabei wird es nicht nur um den Bereich der Mobilheime gehen, sondern dargelegt werden, wie sich der Campingplatz insgesamt entwickeln soll“. Der Beschlussvorschlag wurde mit vier Gegenstimmen von GAL, FWS und FDP angenommen.

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