Reidar Jensen und Rómer Avendaño im Huck-Beifang-Haus
Ein braves Hörkonzert mit zwei Zugaben

Burgsteinfurt -

Gute, handgemachte Gitarrenmusik mit eigenen Texten, immer ein tolles Event, das begeistern kann. Der Auftritt von Reidar Jensen und Rómer Avendaño am Freitagabend im Huck-Beifang-Haus in Burgsteinfurt wurde mit Spannung erwartet. Beide sind als erfahrene Musiker in der Branche bekannt.

Sonntag, 13.10.2019, 15:24 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 16:40 Uhr
Reidar Jensen und Rómer Avendaño am Freitagabend im Huck-Beifang-Haus: Zum Schluss gab es lebhaften Applaus und zwei Zugaben.
Reidar Jensen und Rómer Avendaño am Freitagabend im Huck-Beifang-Haus: Zum Schluss gab es lebhaften Applaus und zwei Zugaben. Foto: aro

Es hätte richtig fetzig werden können, denn Folk, Rock und Balladen standen auf dem Programm. Genau die Mischung, die damals auf den Partys der siebziger Jahre gefragt war, als viele junge Menschen ein Musikinstrument spielten. Meist wurde mitgesungen oder mitgeklatscht.

Ganz anders am Freitagabend. Die Texte klingen klug, lebenserfahren und reflektiert. Das Leben, die Liebe und die gesellschaftlichen Zwänge bilden als die alten, immer neuen Motive eine Basis für Songs wie „Take a Look Around You oder „Ode to My President“, wie auch „For Her“.

Doch vielleicht zeigten die jedem geläufigen Erwartungen, Enttäuschungen und Hoffnungen, mit denen Jensen das Leben lyrisch abtastete, ihre Wirkung. Jedenfalls blieb der Abend ein braves Hörkonzert. Und das, obwohl die poetischen Texte des Norwegers unter dem neuen Arrangement mit dem virtuosen Venezolaner Avendaño südamerikanischen Drive besitzen. Im Netz werden sie mit über 14 000 Klicks gefeiert.

Die Künstler firmieren unter dem Titel „Finest Acoustic Poetry“. Englischkenntnisse waren gefragt, aber nicht nötig, denn die Themen in den Texten des Norwegers wurden immer kurz erklärt. Jensen sang mit leicht rauer Stimme, die zu den Melodien passte. Trotzdem passierte im zum überwiegend gleichaltrigen Publikum außer Mitwippen gar nichts. Ein Highlight war der kurze Auftritt eines Harfenspielers, ebenfalls aus Venezuela. Zuletzt bedachte lebhafter Applaus die Künstler und dieser gilt noch immer als Gradmesser der Zufriedenheit des Publikums. Es folgten zwei Zugaben.

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