Einbruchserie mit Steinfurter Beteiligung: Prozessauftakt vor Schöffengericht Rheine
Komplizen belasten Angeklagten schwer

Steinfurt -

Gewerbsmäßiger Bandendiebstahl – das war der Vorwurf der Staatsanwaltschaft am Dienstag beim Schöffengericht Rheine gegen einen 50-jährigen Angeklagten türkischer Herkunft. Zusammen mit zwei weiteren Komplizen soll er neben Bäckerei-Einbrüchen in Rheine, Ibbenbüren, Lengerich und Hörstel im Februar diesen Jahres auch in Steinfurt elf Gasflaschen von einem Grundstück entwendet haben. Die Streifenpolizei hatte das Trio auf dem Edeka-Parkplatz gestellt. Wegen eines Einbruchs in Osnabrück sitzt er seit Mai bereits eine Haftstrafe ab.

Mittwoch, 16.10.2019, 15:38 Uhr

Gegen die mutmaßlichen Mittäter wird momentan vor dem Landgericht Münster wegen weiterer Einbrüche verhandelt. Sie wurden zu dem Termin in Rheine aus der Untersuchungshaft als Zeugen vorgeführt.

Die Taten mit dem Angeklagten in Bäckereien bestätigten sie, ebenso den Diebstahl der Gasflaschen. Der Angeklagte sei über den Zaun in Steinfurt geklettert.

Dem 50-jährigen Angeklagten türkischer Herkunft, der in den Niederlanden aufgewachsen ist, wird vorgeworfen, zwischen dem 24. Januar und 12. Februar in vier Bäckereien eingebrochen zu sein und dabei Bargeld in Höhe von 5750 Euro gestohlen zu haben. Der Mann ist bereits mehrfach vorbestraft wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz, weil er aus Deutschland ausgewiesen worden war, aber stets illegal zurückkam. Auch in den Niederlanden ist er bereits zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Der Angeklagte bestritt die ihm vorgeworfenen Taten. Sein Verteidiger gab an, dass sein Mandant mit einem der Einbrecher nach Steinfurt gefahren sei, um Kokain zu kaufen. Das bestätigte der Angeklagte. Seine Komplizen aber nannten ihn einen Mittäter, der sogar größtenteils in die Bäckereien eingestiegen und die Tresore aus der Wand gebrochen habe, während sie eher Schmiere gestanden hätten. Das Geld hätten sie untereinander geteilt.

Um eine weitere Zeugin zu hören, wurde die Verhandlung auf den 31. Oktober vertagt.

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