Wechsel an der Spitze der Freien Wähler
Dankel löst Hageböck ab

Steinfurt -

30 Jahre Freie Wählergemeinschaft Steinfurt (FWS). Am Donnerstag war die Mitgliederversammlung im Clubhaus des SV Wilmsberg besonders gut besucht. Auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer war der Einladung des Vorstands gefolgt.

Freitag, 18.10.2019, 16:32 Uhr
Der FWS-Vorstand nach den Wahlen mit dem scheidenden Vorsitzenden Norbert Hageböck (Mitte), dem neuen Vorsitzenden Dr. Reinhold Dankel (2.v.r.) und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer (3.v.r.)
Der FWS-Vorstand nach den Wahlen mit dem scheidenden Vorsitzenden Norbert Hageböck (Mitte), dem neuen Vorsitzenden Dr. Reinhold Dankel (2.v.r.) und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer (3.v.r.) Foto: nix

„Es fällt mir schwer, weil ich immer gern im Vorstand gearbeitet habe, aber ich muss aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten“, sagte der Vorsitzende Norbert Hageböck, als er sein Amt in die Hände von Dr. Reinhold Dankel legte. Der bisherige Stellvertreter und Fraktionsvorsitzende wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden der FWS gewählt. Dankel zeigte sich gleich kämpferisch. Er will engagiert daran arbeiten, dass der mehrheitliche Wille der Bürger durchgesetzt wird. Die drei Prozent Verlust an Wählerstimmen sollen bei den nächsten Wahlen wieder ausgeglichen werden.

„Wir schreiben gute Zahlen und konnten uns aus dem Haushaltssicherungskonzept lösen“, betonte die Bürgermeisterin in ihrem Grußwort. Auf Grund der guten Einnahmen will sie sich dafür einsetzen, dass die Steigerung der Grundsteuer B um 25 Punkte ausgesetzt wird. „Es ist eine politische Entscheidung, die demokratisch getroffen wird“, sagte sie. Die FWS beantragte schon im vergangenen Jahr, die beschlossene Steigerung für 2019 auf Grund der guten Einnahmen der Stadt auszusetzen.

Von Seiten des Bundes stehen zurzeit viele Fördertöpfe zur Verfügung. Jedoch fehle im Rathaus zum Teil das Personal, um sie auch abzurufen und beispielsweise Neubauprojekte zu überwachen. Entsprechende Maßnahmen seien bereits in die Wege geleitet, zurzeit werde daran gearbeitet, so Bögel-Hoyer. „Eine Optimierung der Organisationsstruktur wird in der Verwaltung vorangetrieben“, bekräftigte Dankel.

„Die Gesamtverschuldung der Stadt Steinfurt beträgt heute 42 Millionen Euro“, so der neue Vorsitzende. „In den letzten Jahren ist sie aber stets rückläufig.“ Bereits 2015, 2016 und 2018 wurde ein positiver Haushaltsabschluss verzeichnet. Im Schulbereich neige sich das Programm „Gute Schule 2017 bis 2020 dem Ende zu. Steinfurt wird aber aus dem Digitalpakt für die Schulen 1,5 Millionen Euro in 2020 bekommen. „Die Schulen können also weiter vorangebracht werden“, hob Dankel hervor. Das Feuerwehrgerätehaus in Burgsteinfurt steht auf der Agenda, in der Finanzplanung sind für 2022 und 2023 die Baukosten ausgewiesen.

Die städtische Million für den Neubau des UKM-Marienhospital-Bettenhauses ist noch nicht ausgezahlt. „Hier hat die Stadt richtig gehandelt“, so der Vorsitzende, „denn bezüglich des Bettenhauses regt sich beim UKM gar nichts.“ Das bedauere die FWS sehr. Bei Baubeginn stehe das Geld sofort zur Verfügung.

Zur Bürgermeisterwahl liegen zurzeit zwei Bewerbungen vor. „Eine weitere Partei hat angekündigt, Anfang 2020 auch mit einer Bewerbung ins Rennen zu gehen“, sagte Dankel. „Wenn alle Bewerbungen vorliegen, werden wir vom Vorstand dazu Stellung nehmen.“

Aus den Vorstandswahlen ging Natali Sender als neue Zweite Vorsitzende hervor. Peter Engberding wurde im Amt des Kassierers bestätigt, ebenso wie Kurt Lewandowski als Schriftführer und Prof. Dr. Hartmut Hepcke als stellvertretender Kassierer. Neuer stellvertretender Kassierer ist Wolfgang Ott.

In die Gruppe der Beisitzer wählte die Versammlung Egon Fischer, Norbert Hageböck, Rita Fischer, Alfred Kösters, Werner Piegeler, Ingeborg Reinsch und Ursula Sundermann.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7008602?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker