„Lisas Stern“
Jugendliche stolz wie Oskar

Steinfurt -

Die Premiere war wie in Hollywood: Der Kinosaal war pickepacke voll, nach dem Film standen die Fans Schlange, um von den Schauspielern Autogramme zu bekommen. „Und die Jugendlichen waren natürlich stolz wie Oskar“, erinnert sich Klaus Uhlenbrock nur zu gerne. Jetzt, am kommenden Sonntag (3. November), leuchtet „Lisas Stern“, so der Name des von Uhlenbrock produzierten Films, im Burgsteinfurter Kino.

Dienstag, 29.10.2019, 19:00 Uhr
Klaus Uhlenbrocks Werk „Lisas Stern“, das er mit Jugendlichen produziert hat. wird am Wochenende im Kino gezeigt.
Klaus Uhlenbrocks Werk „Lisas Stern“, das er mit Jugendlichen produziert hat. wird am Wochenende im Kino gezeigt. Foto: ar

Die Premiere war wie in Hollywood: Der Kinosaal war pickepacke voll, nach dem Film standen die Fans Schlange, um von den Schauspielern Autogramme zu bekommen. „Und die Jugendlichen waren natürlich stolz wie Oskar“, erinnert sich Klaus Uhlenbrock nur zu gerne. Jetzt, am kommenden Sonntag (3. November), leuchtet „Lisas Stern“, so der Name des von Uhlenbrock produzierten Films, im Burgsteinfurter Kino. Das Besondere: Es ist ein Film, in dem sich die Schauspieler in Gebärdensprache unterhalten. „Für die Zuschauer, die sie nicht verstehen, gibt es Untertitel“, erklärt Uhlenbrock, der den Film im Auftrag des Caritasverbandes Emsdetten gedreht hat.

Die Story haben die jugendlichen Schauspieler, die von der Gebärdenklasse der Münsterlandschule in Münster kommen, selbst entwickelt. Worum es geht? Klaus Uhlenbrock fasst den Inhalt so zusammen: Lisa lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf irgendwo im Münsterland. Doch sie hat ein Handicap; sie ist taubstumm. Genau wie ihr Bruder Franz und die anderen gehörlosen Jugendlichen des Dorfes, geht sie auf eine Hilfsschule, in der alle nach strengen Regeln das „normale“ vokale Sprechen erlernen müssen. Eines Tages zieht Feriha, ein junges, jüdisches Mädchen, mit ihrer Großmutter in das Dorf. Auch sie ist gehörlos und verständigt sich „mit Händen und Füßen“.

Mit ihrer Ankunft verändert sich Lisas Leben. Zwischen ihr und Feriha entsteht eine Freundschaft, die ein Leben lang andauern könnte, wenn da nicht die ersten, schrecklichen Vorboten einer Zeit aufkämen, die Feriha in eine ausweglose Situation zwingen.

Nach der Premiere in Emsdetten lief „Lisas Stern“ auch im münsterischen Cineplex. Auch dort war die Resonanz „super“, wie Uhlenbrock sagt. Darum ist er gespannt, wie die Aufführung in Burgsteinfurt läuft. Beginn ist am Sonntag um 11 Uhr. Wer es nicht erwarten oder sich nur schwer vorstellen kann: Auf Youtube gibt es einen zweiminütigen Trailer unter Lisas Stern.

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