Stammtisch Elektromobilität gegründet
Mehr Sachlichkeit und Fachwissen

STeinfurt -

Sie möchten, dass mehr Fachwissen und Sachlichkeit in die Diskussion kommen. Elektro-Fachmann Pascal Hille, Journalist Guido Kratzke und Mathias Elshoff, einer der Geschäftsführer der gleichnamigen Landbäckerei, gründeten am Mittwoch im „Ello“ den „Elektro-Mobilitäts-Stammtisch Steinfurt“, kurz EMSS. Er bietet die Möglichkeit zum Austausch, zur Fachsimpelei und zur Information über neueste Entwicklungen.

Donnerstag, 31.10.2019, 14:34 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 14:52 Uhr
Große Resonanz: Rund 30 E-Mobilitäts-Begeisterte kamen am Mittwoch ins Ello. Sie wollen sich künftig im Rahmen eines Stammtisches regelmäßig treffen.
Große Resonanz: Rund 30 E-Mobilitäts-Begeisterte kamen am Mittwoch ins „Ello“. Sie wollen sich künftig im Rahmen eines Stammtisches regelmäßig treffen. Foto: nix

Die Skepsis der Initiatoren, ob sich genug Interessenten für das Thema finden würden, war unbegründet. Nahezu 30 E-Mobil-Affine aus Steinfurt, Rheine, Laer, Nordwalde und Altenberge fanden sich ein. Fast alle besitzen wie die Ideengeber ein Elektro-Fahrzeug und sind überzeugt, dass darin die automobile Zukunft liegt. Zurzeit scheint es noch eher ein Männerthema zu sein, denn bei den Stammtischlern saß lediglich eine Frau.

Schnell war die Diskussion angestoßen. „Wir sind bereits jetzt im Stammtischmodus“, betonte Kratzke kurz nach der Begrüßung. Das meinte er durchaus positiv, denn es zeigte sich, dass reger Gesprächsbedarf besteht. Grundsätzlich ist das Thema in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit umstritten, weshalb sich Elektroauto-Fahrer auch immer mal wieder rechtfertigen müssen. Doch die Erfahrungen des Publikums waren überwiegend positiv.

Pascal Hille moniert den Wildwuchs zum Teil unwahrer Informationen zum Thema besonders in sozialen Netzwerken. Er stellt im Kontext seines Berufes immer wieder fest, dass sich zwar viele für das Thema interessierten, aber keineswegs alle gut informiert sind. „Auf jeden Fall ist es besser, E-Mobile zu fahren als weiter fossile Brennstoffe zu verbrauchen“, ist man sich einig. Dabei ist den Enthusiasten durchaus klar, dass noch nicht alle technischen Details optimal gelöst sind. So vertrauen sie auf den Fortschritt der technischen Entwicklung, es ist noch Luft nach oben. Die Entwicklung der Akkus beispielsweise bleibt nicht stehen. Sicher finden sich bald Rohstoffe, die umweltfreundlicher abgebaut werden können und die Kapazitäten der Stromlieferanten für Elektrofahrzeuge wachsen weiter.

Relativ geringe Reichweiten, so wurde klar, müssen nicht unbedingt ein Problem sein. Zum Pendeln vom Wohnort zum Arbeitsplatz reicht die Energie allemal aus. Darüber hinaus bieten Schnelllade-Stationen die Möglichkeit, bereits innerhalb einer halben Stunde Energie für viele Kilometer zu „tanken“. Nicht zuletzt bietet ein E-Mobil „besonderen Fahrspaß“, wie es ein Stammtisch-Teilnehmer ausdrückte. Gerade in den unteren Drehzahlbereichen ist die Beschleunigung aufgrund des unmittelbar zur Verfügung stehenden vollen Drehmoments stark, „das zaubert einem doch gleich ein Grinsen ins Gesicht“, so ein Teilnehmer der Runde.

Zum Thema

Weitere Informationen zur Entwicklung des Stammtisches und zum Thema gibt es auf Facebook unter EMSS.

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