Komödie August(e) stüörmt dat Ollenhuus
Den Irrtum als Projekt getarnt

Warendorf -

Ausverkauft war am Samstagabend die Premiere der neuen plattdeutschen Komödie, die die Laienspielschar „Thalia“ mit Regisseurin Agnes Krühler einstudiert hatte. „August(e) stüörmt dat Ollenhuus“ aus der Feder von Jürgen Seifert erzählt eine auf einem Schreibfehler basierende höchst amüsante Geschichte.

Sonntag, 03.11.2019, 21:00 Uhr
Auguste Prödel (Agnes Hokamp, r.), die von Tochter Bärbel Soleil-Prödel (Sandra Evermann) ins Senioreenheim Sonnenuntergang gebracht wird, ist alles andere als begeistert von Otto Schaaf (Theo Wienstroer).
Auguste Prödel (Agnes Hokamp, r.), die von Tochter Bärbel Soleil-Prödel (Sandra Evermann) ins Senioreenheim Sonnenuntergang gebracht wird, ist alles andere als begeistert von Otto Schaaf (Theo Wienstroer).

Die Laienspielschar „Thalia“ entführte die Gäste der ausverkauften Premiere im Kolpinghaus am Samstagabend in das Altenheim Sonnenuntergang. In der plattdeutschen Komödie „August(e) stüörmt dat Ollenhuus“ von Jürgen Seifert zieht aufgrund eines Schreibfehlers nicht etwa ein Mann zu Otto Schaaf (Theo Wienstroer) ins Zimmer, sondern eine Frau.

Mit viel Humor und Wortwitz zeigten die Schauspieler das Leben im „Sonnenuntergang“. Turbulent, verrückt und natürlich etwas überspitzt strapazierten sie die Lachmuskeln des Publikums.

Die Mitglieder der Laienspielschar „Thalia“ bewiesen zum wiederholten Mal ihr schauspielerisches Talent und Fingerspitzengefühl für das richtige Stück. Agnes Krühler hatte die Regie übernommen und freute sich über die zahlreich erschienen Zuschauer. „Da ist nichts normal, und es gibt was zu lachen. Aber das wollt ihr doch auch“, begrüßte sie das Publikum und übergab die Bühne dann den Schauspielern. Hier lernten die Zuschauer die Bewohner und Mitarbeiter des Altenheims kennen und lieben.

Dr. Helmut Schmalstich (Christian Fährenkämper) tarnt den Irrtum als Projekt. Angeblich ist es gewollt, dass Frauen und Männer sich im Altenheim ein Zimmer teilen. Um die Wogen vorab zu glätten, besticht Pflegerin Monika Singer (Christiane Hagemeyer) Otto Schaaf mit ein bisschen Alkohol. Der findet es auf einmal gar nicht mehr so schlecht, eine Frau als Mitbewohnerin zu bekommen. Eine weitere Bewohnerin, Helga Krawuttke (Anne Löhrs), ist angetan von diesem Feldversuch und möchte selber bei Schaaf einziehen, buhlt sie doch seit Jahren um seine Gunst. Dass sie das Zimmer unverrichteter Dinge wieder räumen muss, um Platz für Auguste Prödel zu machen, gefällt ihr, die von Putzfrau Eische (Hannah Mehlis) stets auf den aktuellen Stand gebracht wird, gar nicht. Als Auguste Prödel (Agnes Hokamp) dann endlich im Altenheim „Sonnenuntergang“ ankommt, ist sie wenig angetan von Otto Schaaf und der gesamten Situation. Wie das Leben in der neuen Wohngemeinschaft wohl weiter verläuft?

Alle, die sich die Komödie nicht entgehen lassen möchten, haben am 9. November um 19 Uhr, am 10. November um 17 Uhr und am 17. November um 15 Uhr die Gelegenheit, das Stück im Kolpinghaus zu sehen. Der Kartenvorverkauf findet bei „Schöner Wohnen Preckel“ zu den üblichen Geschäftszeiten statt. Die Karten kosten acht Euro.

Angst vor dem Plattdeutschen sollte niemand haben. „Ich kann eigentlich nicht wirklich Platt. Aber ich kann dem Stück gut folgen“, bestätigt Birgit Vonderlandwehr, die zum ersten Mal in einer Vorstellung der Laienspielschar gewesen ist. Interessierte sollten schnell sein, denn für die Seniorenvorstellung am 3. November waren bereits im Vorverkauf alle Karten über den Tisch gegangen.

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