Autostrom-Tarif der Stadtwerke
„Es braucht Pioniere wie ihn“

Steinfurt -

Es bedarf Pioniere, um Innovationen voranzutreiben. Torben Krebs ist ein solcher. Der Borghorster, Inhaber des gleichnamigen Briefdienstes, stellt aktuell den Fuhrpark seines Unternehmens auf batteriebetriebene Fahrzeuge um – der Strom, den er für den Betrieb benötigt, kommt von den Stadtwerken, die dazu ein ganz spezielles Angebot unterbreiten.

Donnerstag, 07.11.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 14:34 Uhr
Partner in Sachen Autostrom: Stadtwerke-Vertriebsleiter Tobias Wünnemann (l.) und Torben Krebs, Inhaber der Firma BDK Briefdienst Krebs.
Partner in Sachen Autostrom: Stadtwerke-Vertriebsleiter Tobias Wünnemann (l.) und Torben Krebs, Inhaber der Firma BDK Briefdienst Krebs. Foto: Ralph Schippers

Es bedarf Pioniere, um Innovationen voranzutreiben. Torben Krebs ist ein solcher – in einem sehr speziellen Segment, das nichtsdestotrotz derzeit in aller Munde ist: Elektromobilität.

Der Borghorster, Inhaber des gleichnamigen Briefdienstes, stellt aktuell den Fuhrpark seines Unternehmens auf batteriebetriebene Fahrzeuge um. Ein Schritt, den er indes nur mit einem starken Partner gehen wollte: Gefunden hat er ihn mit den Stadtwerken Steinfurt. Das Ergebnis? „Ökologisch wie ökonomisch optimal“, betont der Jungunternehmer. Das hört Rolf Echelmeyer natürlich gerne. „Torben Krebs hat die Zeichen der Zeit erkannt“, sagt anerkennend der Stadtwerke-Chef.

In Anspruch genommen hat Krebs ein Angebot, dass der lokale Energieversorger erst seit wenigen Wochen in seinem Portfolio hat: den Autostrom-Tarif. Er verknüpft einen vergleichsweise günstigen Strompreis, der speziell für das Laden von E-Autos eingeführt wurde, mit einer individuellen Beratung zur dazu benötigten Lade­infrastruktur.

Denn ob privat zu Hause in der Garage oder gewerblich am Unternehmensstandort – in jedem Fall gilt: Die Wahl einer geeigneten Ladestation will ebenso gut überlegt sein wie die des Installateurs, der sich um den m fachgerechten Anschluss an das Stromnetz kümmert. Nicht zuletzt bieten die Stadtwerke künftigen E-Auto-Besitzern auch Hilfe beim Abrufen öffentlicher Fördermittel an – und sie selbst lassen sich auch nicht lumpen: 250 Euro schießt der Energieversorger zum eigenen Ladepunkt dazu.

„Klar muss man auch selbst noch Geld für die Installation in die Hand nehmen“, räumt Krebs beim Pressetermin ein. Aber die Investition habe sich in seinem Fall „vom ersten Tag an gelohnt“. Vier Ladestationen, so genannte Wallboxes, sind seit kurzem auf dem Betriebsparkplatz an der Wiemelfeldstraße installiert, an den Ladekabeln hängen regelmäßig zwei E-Smarts und ein Renault „Twizzy“. Dank der Schnellladefähigkeit mit 22 Kw Leistung sind sie optimal auf die Bedürfnisse des Post-Dienstleisters zugeschnitten.

Bei einem Teil der Belegschaft habe es anfangs Ressentiments hinsichtlich der E-Fahrzeuge gegeben, berichtet Krebs. Mittlerweile aber seien alle von den Vorteilen überzeugt. Die Autos seien zuverlässig, leise und emissionsfrei, es falle kaum Wartungsaufwand an, die Fixkosten hielten sich im Rahmen. Und die Kosten für den Antrieb seien – dank des günstigen Autostromtarifs – um die Hälfte geringer als bei einem vergleichbaren Benziner.

„Die E-Mobilität wird in naher Zukunft einen großen Aufschwung erleben – allen Unkenrufen zum Trotz“, ist Rolf Echelmeyer überzeugt. Mit dem speziellen Autostromangebot wollen die Stadtwerke diese Entwicklung begleiten. Es reiche nicht, sich nur ein E-Auto zu kaufen. Eine passende Ladeinfrastruktur sei unabdingbar. Zielgruppe der Stadtwerke seien Berufspendler ebenso wie Zweitwagenbesitzer, die mit dem Wagen Besorgungen erledigen oder die Kinder zur Schule oder zu Freizeitaktivitäten bringen. „Nicht zuletzt sehen wird aber auch viel Potenzial bei Handwerkern oder Dienstleistern, die auf ein Transportfahrzeug angewiesen sind“, ergänzt Vertriebsleiter Tobias Wünnemann.

Noch steht die E-Mobilität am Anfang. Aber es geht voran – auch dank Pionieren wie Torben Krebs.

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