Herbstkonzert mit neuen Akzenten
Friedensklang in Lederhosen

Borghorst -

Einen ganz neuen Akzent setzte der Musikverein Friedensklang Ostendorf am Samstag bei seinem Herbstkonzert in der Mensa des Gymbo unter dem Dirigat von Peter van den Broek. Nach fulminanten Musical-Klängen und Welthits von Adele und Stevie Wonder erschienen die Orchestermitglieder nach der Pause in volkstümlichen Trachten. Im „Egerländer Style“ spielten sie zünftige traditionelle Blasmusik. Die Zuhörer fanden’s toll. „Mary Poppins – unter rauschenden Birken“ war das gesamte Konzert überschrieben.

Sonntag, 10.11.2019, 15:04 Uhr aktualisiert: 10.11.2019, 15:16 Uhr
Das Friedensklang-Konzert nach der Pause gehörte ganz und gar der Egerländer Oktoberfestmusik.
Das Friedensklang-Konzert nach der Pause gehörte ganz und gar der Egerländer Oktoberfestmusik. Foto: Rainer Nix

„In der Vergangenheit bekamen wir zwar viel Lob für unsere Konzerte, doch wünschte sich das Publikum auch ein bisschen mehr klassische Blasmusik zum Mitwippen und -klatschen“, so Moderator Günter Brüning. Davon gab’s dann in Teil zwei nach der Pause reichlich, einzelne Instrumentengruppen wie die Klarinettenspielerinnen hatten sogar ihre eigenen Auftritte. Oktoberfest-Atmosphäre vom Feinsten.

Ebenfalls neu war der Einstieg in das Konzert mit der Kinder-Blockflötengruppe und dem Nachwuchsorchester unter Leitung von Edith Demsky. Die Kleinsten spielen zwar gerade erst seit Februar, doch brachten sie schon eine respektable Leistung auf die Bühne. Nach den Traditionals „Mary hat ein kleines Lamm“ und „Abends wenn der Mond scheint“, dargeboten von den Blockflötenspielerinnen, erschien das Ausbildungsorchester. Es entführte in die raue Welt der „Pirates of the Caribbean“ und interpretierte den schnellen „Final Countdown“ der schwedischen Rockgruppe „Europe“.

Herbstkonzert von Friedensklang

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Klassischer wurde es dann mit der „Second Suite in F“ von Gustav Holst, mit der das Hauptorchester seinen Auftritt begann. Seine solistischen Qualitäten am Flügelhorn bewies Christian Brocks bei dem Stück „Ballad“. Für sein jazziges Solo erntete er viel Beifall. Von Orchestermitgliedern im Vorfeld gefragt, was denn nun eigentlich das Besondere am Herbstkonzert sei, antwortete Dirigent van den Broek: „Wir wollen alle gut unterhalten“. Diesen Anspruch löste das Orchester in jeder Weise ein. Einer der Höhepunkte war das Medley von Melodien eines Meilensteins der Musical-Geschichte, „Mary Poppins“. Vielleicht hat sich sogar der eine oder andere heimlich eine Träne aus dem Augenwinkel gewischt, so schön waren die fröhlichen Klänge von „Superkalifragilistik“ oder etwa vom romantischen „Tschimtschimini“, des Kaminkehrers Glücksmelodie. Musikalische Nostalgie der Extraklasse.

MIt einem Mix bekannter Melodien der Sängerin Adele und „Stevie Wonder in Concert“ endete der erste Teil. Auch dieser Part unterhielt vortrefflich. Wonders zeitlose Songs wie „Sir Duke“ treffen auch heute noch den Nerv. Insgesamt war der Auftritt des Musikvereins ein hervorragend arrangiertes Konzert mit großer Bandbreite, die auch alle Freunde traditioneller Blasmusik zufrieden stellte.

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