Wie in Rauch aufgelöst
Borghorster Vlieshersteller McAirlaid‘s entwickelt neuartige Zigarettenfilter

Borghorst -

Zigaretten sind so verdammt schädlich, dass sie sogar nachdem sie aufgequalmt und ausgedrückt wurden, ein (Umwelt-)Problem sind. Jährlich werden auf dem Globus 4,5 Billionen Kippen mit Filter weggeworfen, wie Experten errechnet haben. Mehr als die Hälfte davon landen auf Straßen und Plätzen – oder in der Natur. Und bis sich die gelbbraunen unappetitlichen Reste aufgelöst haben, gehen bis zu 15 Jahre ins Land. Kein Wunder also, dass das achtlose Wegwerfen eines Glimmstängels in Singapur 2000 Dollar Strafe, in Australien immerhin noch 500 Dollar kostet. Der Steinfurter Unternehmer Alexander Maksimow hat sich schon vor fast 20 Jahren Gedanken darüber gemacht, wie sich dieser immense Filterberg abbauen lässt. Von Axel Roll
Donnerstag, 14.11.2019, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.11.2019, 19:00 Uhr
Die Zigarettenfilter des Borghorster Unternehmens McAirlaid‘s sind nach acht Wochen fast völlig aufgelöst. Sie bestehen aus reiner Zellulose.
Die Zigarettenfilter des Borghorster Unternehmens McAirlaid‘s sind nach acht Wochen fast völlig aufgelöst. Sie bestehen aus reiner Zellulose. Foto: Michael Bokelmann
Wunder dauern manchmal etwas länger: Seit etwas mehr als einem Jahr bietet der Chef der Firma McAirlaid‘s, die Zentrale befindet sich im Volksbank-Gebäude an der Münsterstraße in Borghorst, einen Zigarettenfilter an, der sich nach acht Wochen ohne fremdes Zutun selbst zerlegt hat. Die Kompostierbarkeit bescheinigen dem „Genia“ genannten Röllchen diverse Gutachten.
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