Zehn Monate auf Bewährung
Hollicher handelt mit Marihuana

Rheine/Burgsteinfurt -

Zu zehn Monaten auf Bewährung wegen zehnfachen Drogenhandels, Kauf von Marihuana in sechs Fällen, Anbau von drei Marihuana-Pflanzen und Drogenabgabe in drei Fällen hat das Jugendschöffengericht in Rheine jetzt einen 21-jährigen Angeklagten aus Hollich verurteilt.

Dienstag, 19.11.2019, 16:54 Uhr

Zu zehn Monaten auf Bewährung wegen zehnfachen Drogenhandels, Kauf von Marihuana in sechs Fällen, Anbau von drei Marihuana-Pflanzen und Drogenabgabe in drei Fällen hat das Jugendschöffengericht in Rheine jetzt einen 21-jährigen Angeklagten aus Hollich verurteilt. Bei den Taten war er noch Heranwachsender. Deswegen und wegen „erheblicher Reifeverzögerungen“ ist er nach Jugendstrafrecht verurteilt worden. Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Die Bewährung verdiente sich der Angeklagte mit der Kostenzusage einer Langzeitdrogentherapie, die er dem Gericht vorlegen konnte. Diese Therapie muss er antreten, dazu hatte er sich zuvor bereit erklärt. Zudem wurden ihm 100 soziale Arbeitsstunden auferlegt.

Den größten Teil der Taten räumte der Angeklagte ein, bestritt jedoch, einem Minderjährigen 17 Mal Drogen verkauft zu haben. Der inzwischen 19-Jährige wurde als Zeuge gehört. Sein Verfahren soll eingestellt worden sein, wie er sagte. Der Staatsanwalt telefonierte deswegen und erfuhr, dass die Ermittlungen an seinem Wohnort Oberhausen weitergeleitet wurden.

Weil nicht klar war, ob das Verfahren doch noch in der Schwebe ist, verzichtete das Gericht auf seine Aussage und stellte das Verfahren gegen den Steinfurter bezüglich 15 Abgabefällen ein. „Ich bin sicher, dass die hier angeklagten Taten nur die Spitze des Eisberg sind“, sagte der Staatsanwalt. Der Angeklagte konsumierte nach eigenen Angaben rund zwei Gramm täglich, zuletzt aber sei er clean gewesen.

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