Mobile Jugendarbeit berichtet vor dem Sozialausschuss
Schüler „zoffen“ sich häufiger mit Lehrern

Steinfurt -

Zwischen Lehrern und Schülern gibt es häufiger Zoff. Das ist zumindest der Eindruck von Jan Steinmüller, Janine Beiter und Hannah Deitert. Das Trio der mobilen Jugendarbeit der Stadt wird immer öfter in die örtlichen weiterführenden Schulen gerufen, um die Wogen zu glätten. Als Streetworker, das betonte Steinmüller am Mittwochabend in seinem Jahresbericht vor den Mitgliedern des Sozialausschusses, „arbeiten wir aber immer vom Jugendlichen aus“. Will heißen: Der Schüler steht bei den Jugendarbeitern im Mittelpunkt.

Mittwoch, 27.11.2019, 20:28 Uhr

Dieses steigende Bedürfnis der Schulen hat zur Folge, dass sich das Team für das kommende Jahr die Frage stellen muss: „Wie viel Arbeit investieren wir in die Schulen?“ Schließlich werden die Drei auch an anderen Stellen gebraucht. Nicht zuletzt auf der Straße.

Weil sich Schule verändert, müssen sich die professionellen Ansprechpartner auf neue Rahmenbedingungen einstellen. „Durch die längeren Schulzeiten sind die Jugendlichen auch später draußen“, so Steinmüller. Mit der Folge, dass natürlich auch die Streetworker erst später unterwegs sind, um ihr Klientel anzusprechen.

Die vermehrte Präsenz an den Schulen hat nach Darstellung des Teams den Vorteil, dass die Jugendlichen auch früh Kenntnis davon erhalten, dass es die Streetworker als Ansprechpartner überhaupt gibt. Rein quantitativ erreiche die mobile Jugendarbeit draußen an den Treffpunkten natürlich weniger junge Menschen. Gleichwohl sei es natürlich sehr wichtig, vor Ort zu sein.

An den Schulen ist das Trio aber nicht nur wenn‘s brennt, sondern ist vorbeugend bei den Themen Gewalt, Alkohol und Drogen aktiv. Relativ neu im Programm sind die Klimaaktionstage.

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