Löschzug Borghorst übt in Wilmsberg
Menschen retten, Brand bekämpfen

Borghorst -

An der Appelchaussee geht‘s, sieht man mal von der Erntezeit im Herbst ab, eher gemächlich zu. An diesem Freitagabend aber ist alles anders: Lichtmasten mit blendend weißem Licht machen die Nacht am Hof Otto-Stricker zum Tag. Zuckende Blaulichter von rund einem Dutzend Einsatzfahrzeugen sorgen für eine fast surreale Atmosphäre.

Sonntag, 01.12.2019, 16:10 Uhr
Das Übungsszenario: Eine Scheune steht in Brand. Menschen müssen gerettet, eine Wasserversorgung sichergestellt werden.
Das Übungsszenario: Eine Scheune steht in Brand. Menschen müssen gerettet, eine Wasserversorgung sichergestellt werden. Foto: Ralph Schippers

Vom 76-jährigen Opa Hubert über Mutter Melanie bis zur elfjährigen Tochter Emma und dem fünfjährigen Neffen Noah stehen fast alle Familienmitglieder vor dem Wohnhaus und beobachten staunend das Geschehen um sie herum. Die Feuerwehr ist da – und das mit großem Aufgebot. Schläuche werden ausgerollt, über Sprechfunk Anweisungen erteilt, einige Kameraden legen Atemschutzmasken an, dann stürmen sie in ein Stallgebäude...

Das Anwesen ist Schauplatz der monatlichen Hauptübung des Löschzugs Borghorst der Freiwilligen Feuerwehr. 70 Kameraden des dritten Zuges sind im Einsatz. Das Ziel der Übung besteht nach der Menschenrettung darin, in dem fernab eines Hydranten gelegenen Gebiet eine schnelle Wasserversorgung mittels Schlauchleitung aufzubauen. Keine leichte Aufgabe, liegt doch die Aa, die dafür infrage kommt, rund einen halben Kilometer weit weg.

Feuerwehrübung Löschzug Borghorst

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Michael Frieler, der bei dieser Übung als Einsatzleiter fungiert, macht sich mit seinen Männern und Frauen an die Arbeit. Unterstützt werden sie dabei vom Hofbesitzer Hendrik Otto-Stricker. Er ist mit seinem Schlepper schon zur Aa gefahren, hat dort die Wasserpumpe abgesetzt.

Die Schwierigkeit für Einsatzleiter Frieler besteht darin, die Lösch- und Rettungsarbeiten so zu koordinieren, dass die Abläufe nahtlos ineinander übergehen und sämtliche Teilnehmer möglichst effektiv eingebunden sind. Das klappt von Anfang an gut: Das vorrangige Ziel, Menschen aus dem fiktiv in Brand stehenden Stallgebäude zu retten, gelingt nach kurzer Zeit. Zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie ein Dummy haben diesen „Job“ übernommen. Parallel startet der Löschangriff.

Zunächst wird das Löschwasser den Tanklöschfahrzeugen entnommen. Die Kapazität ihrer Tanks ist begrenzt. Die Kameraden müssen eine Wasserleitung zur rund 400 Meter entfernt gelegenen Aa aufbauen. Das gelingt indes nicht ganz. Quasi auf den letzten Metern hinunter zum Fluss gehen die Ansaugstücke aus. „Es sind nur sechs End-Elemente vorhanden, vielleicht ein oder zwei zu wenig“, resümiert Frieler.

Es ist die einzige Einschränkung, die unter dem Strich bei dieser Übung zu konstatieren ist und später im Gerätehaus auch Gegenstand der Nachbesprechung sein wird.

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