Neuer Erster Beigeordneter Michael Schell sucht Wohnung in Steinfurt
Umzugstermin steht noch nicht fest

Steinfurt/Wiehl -

Wann Michael Schell in Steinfurt seinen ersten Arbeitstag haben wird, das konnte der neue Erste Beigeordnete am Montagmorgen noch nicht sagen. „Da wird es Abstimmungsgespräche zwischen Frau Bögel-Hoyer und Bürgermeister Ulrich Stücker geben“, sagte der frisch gewählte Dezernent auf Anfrage am Telefon. Das Wochenende hat der 51-Jährige aber schon mal dazu genutzt, nach einer Wohnung in Steinfurt Ausschau zu halten. „Wobei sich bei mir im Augenblick noch die Frage stellt: Möbliertes Zimmer, um sich in Ruhe einen Überblick zu verschaffen oder gleich eine Wohnung?“

Montag, 02.12.2019, 15:34 Uhr
Glückwunsch zur Wahl: Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer gratulierte am Freitagabend Michael Schell zu seinem neuen Amt. Wann er als neuer Erster Beigeordneter nach Steinfurt kommt, ist noch unklar.
Glückwunsch zur Wahl: Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer gratulierte am Freitagabend Michael Schell zu seinem neuen Amt. Wann er als neuer Erster Beigeordneter nach Steinfurt kommt, ist noch unklar. Foto: ar

Michael Schell wird dann in der Woche in Steinfurt bleiben und am Wochenende zu seiner Lebensgefährtin und dem jüngsten von vier Kindern in Oberberg fahren. „Wie viele Kilometer das sind, kann ich gar nicht sagen. Wenn es keine Staus gibt, bin ich aber zwei Stunden unterwegs.“

Der neue Dezernent hat sich in Steinfurt natürlich schon umgeschaut. „Vor dem Assessment-Center und direkt danach hatte ich reichlich Zeit. Aber davor bin ich auch schon mal in Steinfurt gewesen.“

Michael Schell war relativ optimistisch, dass er die Wahl gegen seinen Mitbewerber Helmut Grönefeld gewinnen würde. „Aber letztendlich weiß man ja nie, ob man einen schlechten Tag erwischt hat oder andere unvorhersehbare Dinge passieren.“ Den Noch-Ersten-Beigeordneten in der oberbergischen Kleinstadt freut es besonders, dass das Wahlergebnis mit 24 zu 16 sehr klar ausgefallen ist.

Von seinen Wechselabsichten haben im Vorfeld nur eine Handvoll Personen gewusst. Darunter Bürgermeister Ulrich Stücker. Den hat er vor seiner Vorstellung und direkt nach der Wahl informiert. „Das war sehr korrekt und anständig von ihm“, wird der Wiehler Verwaltungschef dazu in der Oberbergischen Volkszeitung vom Montag zitiert. Michael Schell staunt, wie schnell sich das Wahlergebnis noch am Freitagabend in seiner Heimat herumgesprochen hat: „Schon um halb elf machte der Online-Bericht in den WN die Runde.“

Der Weggang des Dezernenten wird im Wiehler Rathaus bedauert. Ulrich Stücker: „Er ist ein integrer und loyaler Kollege.“ Michael Schell ist seit 31 Jahren dort, startete in der Verwaltung schon eine Ausbildung.

„Ich werde auf viel Bekanntes treffen, aber auch auf einiges Neues“, sagt der 51-Jährige mit dem Blick auf sehr ähnliche Verwaltungsorganigramme. Bereiche wie Schule, Jugend und Kultur verantwortet er auch schon in Wiehl. In Steinfurt kommen noch Ordnung und Sicherheit, die Feuerwehr sowie die Wirtschaftsförderung dazu.

„Ich werde mich mit klugen Sprüchen zurückhalten“, will der neue Dezernent erst einmal schauen, „wer mit mir unterwegs ist“. So geht es ihm darum, die Menschen in der Verwaltung, in der Politik und in der Stadt kennenzulernen. Michael Schell: „Darauf bin ich echt gespannt.“

Den Umgang mit einem relativ zersplitterten Rat ist er gewohnt. „Wir in Wiehl haben ebenfalls sechs Fraktionen.“ Michael Schell selbst ist übrigens Mitglied der CDU. Dass er sich ausgerechnet in der Kreisstadt Steinfurt als neuer Erster Beigeordneter beworben hat, ist zu einem kleinen Teil auch der geografischen Lage der Kreisstadt geschuldet. „Nordsee und Bodensee schieden aus“, sagte Schell gegenüber der örtlichen Tageszeitung. Da wäre die Distanz zu Wiehl dann doch zu groß gewesen.

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