Adventskonzert des Chores Cantata
„Magnificat“ mit ganz viel Drive

Steinfurt -

Dieses „Magnificat“ hatte ordentlich Drive: Ein höchst interessantes Chor- und Musik-Projekt präsentierte der Chor Cantata, die Gesangssolistin Esther Dirks und die Nikomedian Harmonists unter der umsichtigen Leitung von Markus Lehnert am Nachmittag des 2. Adventssonntags in der St. Johannes Nepomuk-Kirche.

Montag, 09.12.2019, 14:56 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 09:18 Uhr
Beachtliche Gospelsong-Qualitäten stellte der Chor Cantata während des gesamten Konzertes, begleitet durch die Nikomedian Harmonists, unter Beweis. Den Erfolg langer Probenarbeit erntete zudem Solistin Esther Dirks (kl. Bild).
Beachtliche Gospelsong-Qualitäten stellte der Chor Cantata während des gesamten Konzertes, begleitet durch die Nikomedian Harmonists, unter Beweis. Den Erfolg langer Probenarbeit erntete zudem Solistin Esther Dirks (kl. Bild). Foto: Martin Fahlbusch

Dieses „Magnificat“ hatte ordentlich Drive: Ein höchst interessantes Chor- und Musik-Projekt präsentierte der Chor Cantata, die Gesangssolistin Esther Dirks und die Nikomedian Harmonists unter der umsichtigen Leitung von Markus Lehnert am Nachmittag des 2. Adventssonntags in der St. Johannes Nepomuk-Kirche. Der Lobgesang Marias („Meine Seele preiset den Herrn…“) gibt schon in dem Untertitel des Komponisten Christoph Schönherr einen deutlichen Hinweis auf das, was man – trotz des lateinischen Textes – hier musikalisch zu erwarten hat: „The Groovy Version of OX“.

Schon in der inhaltlichen Ankündigung wurden die Beziehungen zwischen dem Hohelied Marias zur bevorstehenden Geburt ihres Kindes Jesu und den Zielen der aktuellen Bewegung „Maria 2.0“ hergestellt und erläutert. Unterlegt und ein Stück veranschaulicht wurden diese Anliegen durch die auf eine große Leinwand projizierten Bilder von Lisa Kötter.

Seine beachtlichen Gospelsong-Qualitäten stellte der Chor Cantata gleich beim Einzug und auch während des gesamten Konzertes unter schwungvollen Beweis.

Dass das Gotteslob und vermeintlich bekannte Messgesänge auch in der Vorweihnachtszeit nicht nur durch eher historische oder bekannte Klänge verwirklicht werden können, davon überzeugte dann der von dem versierten Keyboard-Spieler Jörg Hilpert und einer knackigen Rhythmusgruppe mit Gitarre, Bass und Cajon unterstützte, bestens aufgelegte sowie hoch motivierte Chor Cantata bei der „Missa 4 you(th)“ von Tjark Baumann. Vielen Zuhörern wird sicher nicht nur das rhythmisch markante „Ho, Ho, Hosianna“ des „Sanctus“ im Ohr geblieben sein.

Überzeugte im „Benedictus“ die junge Gesangssolistin Esther Dirks schon durch ihre angenehme Stimme, so musste sie im späteren „Magnificat-Werk“ von Christoph Schönherr einen noch größeren Solopart in den einzelnen Elementen des Lobgesanges meistern. Sie tat bzw. sang das beachtlich. Aber auch die einzelnen Stimmen des Chores waren durchgehend deutlich gefordert.

Man konnte bei dieser gelungenen Aufführung regelrecht ahnen, wie viel sicher anstrengende Probenarbeit hinter so einem gekonnten Vortrag stecken muss. Vielleicht hätte man die Solo-Passagen der Maria im „Magnifikat“ auch durch verschiedene Sängerinnen übernehmen lassen können. So war es an Esther Dirks, diese Herkulesaufgabe in jeder Beziehung beachtlich alleine zu stemmen.

Dirigent Markus Lehnert hielt motivierend, aber auch fordernd und im wahren Sinne taktgebend alles zusammen. Im „Magnificat“ unterstützte noch ein weiterer Keyboardspieler sowie Bläser mit Trompeten bzw. Flügelhörnern, Sopran- bzw. Altsaxofon und Querflöte dieses anspruchsvolle moderne Werk.

Viel Zwischen- und Schlussbeifall gab es von einem höchst angetanen Publikum in der wirklich gut gefüllten Pfarrkirche. Und bei den heftig erklatschten Zugaben merkte man allen Sängerinnen und Sängern und den Musikern die Erleichterung und die Freude über diesen schönen Erfolg augenfällig an.

Martin Fahlbusch

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7121197?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker