Städtischer Zuschuss für Honorarkraft beim Stadtjugendring
„Richtiger und angemessener Weg“

Steinfurt -

Einstimmig, aber zunächst auf drei Jahre befristet hat der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung den Antrag des Stadtjugendrings Steinfurt auf Bezuschussung der Einstellung einer Honorarkraft befürwortet. Die im städtischen Haushalt einzustellende Zuschusshöhe ist auf jährlich 3500 Euro festgelegt worden, was einer Wochenarbeitszeit in Höhe von fünf Stunden entspricht.

Donnerstag, 12.12.2019, 15:52 Uhr
Auch an zahlreichen Projekten hat sich der Stadtjugendring, im Bild Vorsitzender Michael Horstmann, in der jüngeren Vergangenheit beteiligt - so unter anderem am Bewegungspark. Die Organisation stieß dabei zunehmend an personelle Grenzen.
Auch an zahlreichen Projekten hat sich der Stadtjugendring, im Bild Vorsitzender Michael Horstmann, in der jüngeren Vergangenheit beteiligt - so unter anderem am Bewegungspark. Die Organisation stieß dabei zunehmend an personelle Grenzen. Foto: rs

Sowohl aus der Sicht der Verwaltung als auch der Politik war das Anliegen des Stadtjugendringes unstrittig. „Was wir an Zuschuss dort hineinstecken, erzeugt sehr viel mehr an Mehrwert“, erklärte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Die Einrichtung trage mit ihrer Arbeit zur Kinder- und Jugendfreundlichkeit bei und habe eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen Mitgliedsvereinen, Jugendlichen sowie Politik und Verwaltung.

In der Sitzungsvorlage hatte die Verwaltung überdies deutlich gemacht, dass sie die besondere Verantwortung des Stadtjugendringes anerkenne. Der Einsatz einer Honorarkraft sei ein „richtiger und angemessener Weg“, den personellen Engpässen im ehrenamtlichen Bereich entgegenzuwirken. Der Einsatz eine Bundesfreiwilligendienstleistenden sei hingegen nicht sinnvoll, da insbesondere im Bereich der Mittelakquise gewisse Vorkenntnisse gegeben sein müssten.

Die Politik sah dies ähnlich, wollte jedoch eine zeitliche Befristung eingebaut wissen. Dr. Reinhold Dankels (FWS) Vorschlag, den Zuschuss mit Blick auf die Neuzusammensetzung des Rates zunächst nur für ein Jahr zu gewähren und dann erneut auf die Tagesordnung zu setzen, dehnte Alfred Voges (SPD) auf eine Befristung auf zunächst drei Jahre aus. Ins gleiche Horn stieß Norbert Kerkhoff für die CDU. Christian Franke (GAL) stimmte ebenfalls zu, regte jedoch an, auch über Verknüpfungen mit anderen Organisationen, die sich mit Jugendarbeit beschäftigen, nachzudenken.

In seinem Antrag hatte der Stadtjugendring-Vorsitzende Michael Horstmann ganz offen von einer Krise gesprochen, in der sich die Organisation derzeit befindet. Um die Herausforderungen der sich durch die Digitalisierungsprozesse wandelnden Jugendverbandsarbeit meistern zu können, sei eine Entlastung des Vorstands im Verwaltungsbereich unabdingbar, hatte er deutlich gemacht.

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