Bäder kosten langfristig zu viel Geld
Sparpaket unterm Weihnachtsbaum

Steinfurt -

Vor Weihnachten werden traditionell viele Päckchen gepackt. Die Mitglieder der Gesellschafterversammlung der StEIn GmbH werden am Dienstag bei ihrer nächsten Sitzung ein ganz besonderes schnüren. Ein Sparpaket für die Steinfurter Bäder. Wie Rolf Echelmeyer als Geschäftsführer der StEIn und damit als oberster Bäderchef auf Anfrage einräumte, soll es nicht wenige große, sondern viele Kleinigkeiten enthalten. Darunter auch so Dinge wie verkürzte Öffnungszeiten – die eigentlich kein Badbesucher geschenkt haben möchte.

Freitag, 13.12.2019, 17:38 Uhr
Der Badespaß soll den Steinfurtern nicht vergehen. Darum soll ein Sparpaket geschnürt werden, das aus vielen Einzelmaßnahmen besteht, verspricht StEIn-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer.
Der Badespaß soll den Steinfurtern nicht vergehen. Darum soll ein Sparpaket geschnürt werden, das aus vielen Einzelmaßnahmen besteht, verspricht StEIn-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer. Foto: ar

„Bäder werden tendenziell immer teurer. Da müssen wir vorbeugen, damit uns nicht in vier oder fünf Jahren eine Welle überrollt“, erläuterte Rolf Echelmeyer den Hintergrund. Aktuell sieht er keinen Handlungsbedarf. Und auch die Grundsatzentscheidung, Frei- wie Kombibad zu erhalten, sie die richtige gewesen. Ein Zuschuss aus der Stadtkasse wie 2018, als 200 000 Euro Verlust außerplanmäßig ausgeglichen werden mussten, sieht der StEIn-Geschäftsführer für 2019 nicht. „Nach den bisherigen Erkenntnissen werden wir für dieses Jahr keinen Zuschuss benötigen“, so Echelmeyer.

Es gehe vielmehr darum, die Bäderfinanzierung auf Dauer auf solide Füße zu stellen. Folgen die Gesellschafter seinen Ideen, wird es ein ganzes Bündel von Maßnahmen sein, mit denen die Ausgaben für Kombi- und Freibad gedrückt werden können. Schul- und Vereinsschwimmen, Öffnungs- und Arbeitszeiten, Eintrittspreise, Technik, Energie – Echelmeyer sieht eine Vielzahl von Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Die Zielrichtung des Bäder-Chefs: „Wir müssen insgesamt flexibler werden.“ Eine weitere Möglichkeit: „Wir könnten für die StEIn neue Geschäftsfelder und damit Einnahmequellen erschließen.“

Zum Thema Öffnungszeiten will Echelmeyer beruhigen: „Die Besucher würden wenig davon mitbekommen.“ Schließlich gebe es Zeiten, die von den Steinfurtern nur wenig genutzt würden.

Die 200 000 Euro Zuschuss seien nur nötig geworden, weil das Jahr 2018 auf der einen Seite ein sehr teures Betriebsjahr für die Bäder und auf der anderen für die Stadtwerke keines mit „gigantischen Ausschüttungen“ gewesen sei.

Sollte ein Maßnahmenpaket gepackt werden, verspricht Rolf Echelmeyer, wird natürlich unverzüglich die Öffentlichkeit darüber informiert. Bis es dann greift, werde noch ein Zeitchen vergehen. Schließlich müssten sich alle Betroffenen wie Schulen oder Vereine auf die neuen Vorgaben einstellen können.

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