„Wie wollen wir leben?“
Gemeinsam Weichen stellen

Steinfurt -

Wie wollen wir leben im Jahr 2050 und welche Weichen müssen dafür jetzt gestellt werden? Was wäre überhaupt ein gutes Leben angesichts globaler Veränderungen? Diese Fragen sind sowohl Ausgangspunkt als auch Basis des im August in Steinfurt gegründeten Vereins „Wie wollen wir leben“. Wie fällt das Fazit nach einem halben Jahr aus?

Montag, 30.12.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 16:30 Uhr
Wie kann ein „gutes“ Leben auf diesem Globus in der Zukunft gelingen? Welche Weichen gilt es jetzt dafür zu stellen? Die Teilnehmer der bisherigen Workshops schlüpften bei der Beantwortung dieser existenziellen Fragen ganz bewusst in die Rolle von Visionären. Die Leitgedanken der „Brainstormings“ sind in oben stehender Grafik zusammengefasst.
Wie kann ein „gutes“ Leben auf diesem Globus in der Zukunft gelingen? Welche Weichen gilt es jetzt dafür zu stellen? Die Teilnehmer der bisherigen Workshops schlüpften bei der Beantwortung dieser existenziellen Fragen ganz bewusst in die Rolle von Visionären. Die Leitgedanken der „Brainstormings“ sind in oben stehender Grafik zusammengefasst.

Wie wollen wir leben im Jahr 2050 und welche Weichen müssen dafür jetzt gestellt werden? Was wäre überhaupt ein gutes Leben angesichts globaler Veränderungen? Diese Fragen sind sowohl Ausgangspunkt als auch Basis des im August in Steinfurt gegründeten Vereins „Wie wollen wir leben“ (diese Zeitung berichtete mehrfach). Rund 50 Teilnehmer nicht nur aus der Kreisstadt selbst, sondern auch aus der Region machten sich fortan im intensiven Dialog auf die Suche nach Antworten.

Im ersten Workshop ging es zunächst um das gegenseitige Kennenlernen und die Frage nach der Rolle, die die Teilnehmer in der Gruppe einnehmen wollen. Vereinsinitiator, Vorsitzender und Moderator Uli Ahlke ermutigte die sieben Workshop-Gruppen ausdrücklich zu utopischen und visionären Ideen für das Leben in der Zukunft. Bei der Präsentation derselben kristallisierten sich folgende fünf gemeinsamen Themenbereiche heraus: Regionales Handeln, gutes, gemeinschaftliches Leben, Bildung, Ökologie und Frieden. Diese Schlagworte wurden beim zweiten Workshop im Oktober mit konkrete Ideen gefüllt: Eine „Bibliothek der Dinge“, in der man sich Werkzeuge, Geräte oder Sonstiges ausleihen kann, würde den privaten Konsum verringern, Ressourcen und Geldbeutel schonen und das Gemeinwohl der Stadt stärken. Ähnliche Ziele haben die Einrichtung eines Repair-Cafés und einer Food­sharing-Plattform.

Beim Thema Ökologie steht die Vermeidung von CO-Emissionen an erster Stelle, gefolgt von der Erhaltung der Biodiversität durch ökologisch-nachhaltig gestaltete Gärten und öffentliche Flächen.

Darüber, dass der Steinfurter „Zukunfts-Think-Tank“ dermaßen brodelte, freute sich keiner mehr als der Vereinsgründer Uli Ahlke. „Ich bin überwältigt von der großen Resonanz, mit so vielen engagierten Teilnehmern hätte ich nicht gerechnet. Es zeigt, dass die Zeit reif ist für ein regionales Forum für alle, die sich aktiv für ein nachhaltiges, gutes und gelingendes Leben einsetzen wollen“, sagt der ehemalige Leiter des Kreisamtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, dem es wichtig ist, dass der Spaß an der Sache nicht zu kurz kommt.

Beim dritten Workshop ging es pragmatisch und mit viel Power an die Umsetzung von konkreten, innovativen Zukunftsprojekten. Diese werden am 15. Februar (Samstag) um 15 Uhr als Aktionsprogramm für 2020 vorgestellt. Vereinsmitglieder und alle Interessierten sind dazu ins Café Kater im Neuy-Museum eingeladen.

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