Gotteshaus macht sich fit für die Zukunft
An neuen Orten Gott spüren

Münster-Hiltrup -

Die Sanierung der 108 Jahre alten Pfarrkirche St. Clemens soll im März starten, jetzt gibt es erste Details seitens der Gemeinde. Schon der erste Blick beim Eintritt durch das Hauptportal soll nach der Sanierung klare Botschaften vermitteln, durch farbliche Akzente und durch ein neues Raumempfinden – denn die Aufenthaltsorte in der Kirche werden neu strukturiert. Außerdem erfährt der Kirchenbau eine komplette Modernisierung der gesamten Elektronik, Heizung (von Öl aus Gas), der Beleuchtung und der Medientechnik.

Samstag, 04.01.2020, 16:00 Uhr
Die liturgischen Orte erhalten durch die Sanierung eine Neuordnung und die farblichen Kompositionen werden verstärkt und erweitert.
Die liturgischen Orte erhalten durch die Sanierung eine Neuordnung und die farblichen Kompositionen werden verstärkt und erweitert. Foto: mlü

Eine komplette Neuordnung der liturgischen Orte rund um die Altarinsel steht im Mittelpunkt der im Frühjahr startenden Sanierung der 1912/13 erbauten Pfarrkirche St. Clemens. Jetzt teilt die Kirchengemeinde St. Clemens neue Details mit.

Die Umstrukturierung der religiösen Orte zeigt sich auch daran, dass ein neuer direkter Zugang von der Sakristei in die Kirche geöffnet wird. Dort befindet sich zur Zeit noch die Grabstätte von Kaplan Bernhard Poether. Diese wird in die jetzige Taufkapelle verlegt. Das Taufbecken wandert in den Ostchor in die Mitte der Apsis unterhalb des großen Rosettenfensters. Zugunsten einer freien, luftigen Plaza werden die Bänke entfernt.

Die weiteren Pläne sehen vor, dass die Mutter-Gottes-Figur von der rechten Säule des Altarraumes in den vordereren Eingangsbereich der Kirche gebracht wird – in den freien Bereich hinter den Bänken.

Die Bänke im Westchor werden gegen eine flexible Bestuhlung eingetauscht. Gemeinsam mit einem schlichten Altar soll dort eine Werktags- beziehungsweise Andachtskapelle entstehen.

Die Heizung der Kirche wird von Öl auf Gas umgestellt. Auch die Beleuchtung, Akustik, Medientechnik und sämtliche Leitungssysteme werden auf den neuesten Stand gebracht.

Das Gotteshaus bekommt auch einen neuen Anstrich mit erweitertem schlichtem Farbkonzept an markanten Punkten (vor allem im Gewölbe, in den Konchen und im Altarraum), eine gezielte stimmungsvolle Ausleuchtung des Raumes und eine künstlerische Gestaltung der Rosettenfenster-Glaskunst durch den viel ausgezeichneten Kirchenkünstler Tobias Kammerer.

Beginnen soll die Sanierung der dreischiffigen Basilika mit Querhaus nach bisherigem Stand am 1. März. Während der Bauzeit haben nur Planer und Bauarbeiter Einlass in die Pfarrkirche. „Wir hoffen, Weihnachten 2020 in die dann frisch sanierte Kirche zurückkehren zu können“, sagt Pfarrer Mike Netzler im Gespräch mit dieser Zeitung. Bis Ende 2020 muss auch das Finanzielle geklärt sein.

Von den geplanten Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro werden 661 000 Euro, also etwa die Hälfte, aus Kirchensteuermitteln getragen, die das Bistum zur Verfügung stellt. Die andere Hälfte muss die Kirchengemeinde selbst tragen, aus der Allgemeinen Rücklage (300 000 Euro), einer inneren Anleihe aus dem Pfarrfonds (200 000 Euro), aus der Bauerhaltungsrücklage (50 000 Euro) und einem freien Kredit (56 000 Euro).

Bleibt eine Restsumme von 75 000 Euro, die allein durch Spenden aufgebracht werden muss. Pfarrer Mike Netzler ist zuversichtlich. „Bei den Spenden sind wir auf einem guten Weg. Es ist schon einiges reingekommen.“

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