Neueröffnung auf dem Bagnoquadrat
„Winterzauber“ gewinnt schnell Fans

Burgsteinfurt -

Strategisch liegt es günstig, das als „Kiosk“ bekannte kleine Gastronomiegebäude am Bagnoquadrat. Genutzt wurde es indes nur selten – etwa zu Anlässen wie dem Sound Garden. Das ist seit dem ersten Adventswochenende anders. „Winterzauber“ heißt das Angebot, das Susanne Rintelen in dem aus Anlass der Regionale 2004 errichteten, mit Kupferpaneelen verkleideten Gebäude eröffnet hat.

Freitag, 03.01.2020, 16:31 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 13:40 Uhr
Nun fehlt nur noch ein wenig Schnee: Der „Winterzauber“, das neue gastronomische Angebot von Susanne Rintelen (kl. Bild) im Kiosk auf dem Bagnoquadrat, erfreut sich vor allem am Wochenende großer Beliebtheit.
Nun fehlt nur noch ein wenig Schnee: Der „Winterzauber“, das neue gastronomische Angebot von Susanne Rintelen (kl. Bild) im Kiosk auf dem Bagnoquadrat, erfreut sich vor allem am Wochenende großer Beliebtheit. Foto: cm/rs

Die neue Gastronomie-Offerte der 34-jährigen Burgsteinfurterin, die zuletzt sieben Jahre auf Sylt eine Karaoke-Bar geführt hat, kommt prima an. „Gleich am ersten Wochenende gab es einen großen Besucherandrang“, berichtet die gelernte Erzieherin, die auch in diesem Job arbeitete, bis es sie als Mittzwanzigerin in die Welt oder besser auf die Insel zog. Ein aufregende und prägende Zeit für sie – doch irgendwann stand fest, dass es wieder gen Heimat gehen sollte. Auch dort sollte es wieder etwas mit Gastronomie werden, was das Berufsziel anbelangt. „Ich wusste von früher von dem Bagno-Kiosk und von einem ganz ähnlichen Angebot in Emsdetten und sagte mir: Versuch‘s einfach mal damit“, berichtet Susanne Rintelen.

Das war im Spätsommer. Schnell war sie sich mit Verpächter Ruud Gathier vom nahen Bagno-Restaurant über die Formalitäten einig. Von Anfang Dezember bis zunächst Ende Februar läuft der Pachtvertrag, berichtet die 34-Jährige, Tochter des in Steinfurt bekannten Zahnarztes Hans-Wilhelm Rintelen.

Was danach kommt? Noch hält sich Susanne Rintelen bedeckt. Sie will im Februar eine Bilanz ziehen und dann entscheiden. Sie könnte es sich durchaus vorstellen, an gleicher Stelle im Sommer einen Biergarten zu eröffnen. Aber so weit sei es noch nicht.

Die junge Frau konzentriert sich zunächst auf den „Winterzauber“. Mit dem Geschäft ist sie bislang sehr zufrieden. Vor allem am Samstag und Sonntag kämen viele Gäste. „Im Bagno ist an diesen Tagen immer viel los, besonders natürlich, wenn das Wetter stimmt“, hat sie festgestellt. Wenn‘s knackig kalt ist, schmeckt der Glühwein eben am besten. Er ist neben den Waffeln, die sie anbietet, der Renner. Aber auch der heiße Kakao, Ingwer-Tee, der Schinken-Käse-Toast oder das klassische Wiener Würstchen gingen gut, berichtet sie.

Wird‘s richtig voll so wie am letzten Sonntag, dann kommt die Kiosk-Pächterin gehörig ins Schwitzen. So schnell arbeiten, dass sich die Schlange vor der Hütte abbaut, kann sie dann nicht immer. „Mal sehen, vielleicht stelle ich kurzfristig noch eine Aushilfskraft ein“, kündigt sie an, den bisherigen Ein-Frau-Betrieb eventuell zu erweitern.

Vor allem bei Familien, aber auch kleineren Gruppen ist der neue Treffpunkt auf halben Weg durch das zwischen Borghorst und Burgsteinfurt gelegene Bagno ziemlich beliebt. In den sozialen Medien gibt es viel Lob. Mit zum Erfolg tragen auch kleine Attraktionen wie Nagelstämme, Gummistiefel-Weitwurf oder Leitergolf bei. Man muss den Leuten halt was bieten, weiß die Sylt-erfahrene Gastronomin.

Ob‘s ein Experiment bleibt oder doch eine langfristige Bereicherung der lokalen Gastronomieszene? Das hängt nun von den Steinfurtern ab. Susanne Rintelen sieht es optimistisch: Sie weiß, der „Winterzauber“ hat schon eine Menge Fans.

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Geöffnet hat der „Winterzauber“ dienstags bis sonntags von 14 bis mindestens 20 Uhr, an Regentagen bleibt er geschlossen.

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