Umfrage zum Zustand und zu den Verbesserungsmöglichkeiten des lokalen Radwegenetzes
Leser weisen weiter rege auf Defizite hin

Steinfurt -

Weiterhin heiß diskutiert wird unter den Lesern der Zustand des Radwegenetzes in den beiden Ortszentren der Kreisstadt und in den Außenbezirken. Die Redaktion setzt die Serie mit weiteren Eingaben fort.

Montag, 06.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 16:06 Uhr
Den fehlenden Hinweis zur sicheren Weiterfahrt auf dem Kalkwall bemängelt Leser Dr. Iffland an dieser Stelle der Alexander-Koenig-Straße.
Den fehlenden Hinweis zur sicheren Weiterfahrt auf dem Kalkwall bemängelt Leser Dr. Iffland an dieser Stelle der Alexander-Koenig-Straße.

Den Zustand des Radwegs entlang der L 510 (Ochtruper Straße) in der Bauerschaft Sellen bemängelt Leser Herbert Stapper. Im Sommer hätten dort Leitungsarbeiten stattgefunden, bei denen der Asphalt teilweise aufgerissen werden musste. Anfang August seien die Arbeiten abgeschlossen gewesen und der Radweg wieder freigegeben worden. Stapper kritisiert, dass die Baustellenbereiche – betroffen sind rund ein halbes Dutzend Stellen auf dem Teilstück zwischen Hof Schulze Föcking und Engels Kreuzung – nur unzureichend wiederhergestellt worden seien. „Das wurde offenbar in Handarbeit gemacht, ohne abschließend noch einmal zu walzen“, vermutet Stapper und verweist auf die zahlreichen Kanten, die entstanden seien. Das sei gefährlich – zumal durch die Brücke über die B 54 höhere Geschwindigkeiten als üblich erreicht würden. Beim zuständigen Straßenbaulastträger, Straßen.NRW Niederlassung Coesfeld, habe man ihm versichert, sich um die Sache zu kümmern. Es handele sich um einen Gewährleistungsschaden, der bei der ausführenden Baufirma reklamiert werden müsse. Bis jetzt, fast ein halbes Jahr später, sei aber nicht mehr passiert, als dass Schilder mit dem Hinweis „Achtung Radwegeschäden“ aufgestellt worden seien. „Wenn Beamten nix mehr einfällt, stellen sie Schilder auf“, meint dazu Stapper.

Michael Günster merkt an, dass es an der Dumter Straße ein Problem mit zu schnell fahrenden Autofahrern gibt. Seiner Meinung hängt dies auch damit zusammen, weil es dort nur ein Tempo-30-Schild an der Kreuzung zum Kamers Kamp gibt, das dazu auch noch verblichen ist. Die Situation sei sehr gefährlich, was ihm auch immer wieder andere Radfahrer bestätigt hätten.

„Die ganze Dumter Straße bis zum Grottenkamp und das mit nur einem alten Tempo-30-Schild. Was ist das für eine Logik? Es muss wahrscheinlich erst etwas passieren“, kritisiert Günster.

Die bereits von Leser Peter Günster geschilderte Situation am Blocktor/Horstmarer Straße in Burgsteinfurt bestätigt Helmut Heuing: „Ich fahre täglich mit dem Rad von Horstmar zur Arbeit nach Burgsteinfurt und verhalte mich exakt so, wie Peter Günster es geschildert hat. Fahre ich abends zurück nach Horstmar, fahre ich aus dem Bagno kommend, entgegen der „eigentlichen“ Fahrtrichtung auf der linken Seite Richtung Bahnübergang. Das den Vorschriften sicherlich entsprechende Benutzen der ,richtigen‘ rechten Seite würde zwei je nach Verkehrslage kreuzgefährliche Situationen heraufbeschwören, nämlich das Queren der Straße in Höhe Bagno-Einfahrt und rund 300 Meter weiter in Höhe der Straßenmeisterei. Täglich verhalten sich viele Schulkinder, die zum Teil in Gruppen fahren, so wie Peter Günster und ich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Polizei möchte, dass diese Gruppen zweimal in der beschriebenen Form die nach Horstmar führende Straße queren.“

Leser Dr. Ernst Iffland weist auf die fehlende Weiterleitung der Radfahrer, die auf der Alexander-Koenig-Straße an der Kreuzung mit der Stein- und der Ochtruper Straße weiter entlang des Ringes fahren wollen. Da es keinen Hinweis gebe, würden ortsunkundige Radler weiter entlang der Mühlenstraße und dort zum Teil unter den Arkaden des Gebäudes des CDU-Stadtverbands weiterradeln, statt nach einem kurzen Schwenk über die Steinstraße auf den kombinierten Geh-/Radweg „Kalkwall“ ihren Weg fortzusetzen.

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