Volles Programm 2020 im Kreislehrgarten / Neues Dach und Mobiliar fürs Kötterhaus
Neue Trends im Gartenjahr

Steinfurt -

Das neue Jahr ist zwar erst wenige Tage alt, die Listen mit Anmeldungen für Workshops, Seminare, Vorträge und Schnittkurse, die der Steinfurter Kreislehrgarten von Ende Januar bis Anfang November anbietet, sind zu diesem frühen Zeitpunkt allerdings schon ganz gut gefüllt. „Die Nachfrage ist ungebrochen“, bestätigt Lehrgartenleiter Klaus Krohme das große Interesse.

Montag, 06.01.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 16:06 Uhr
Die weitläufigen Anlagen des Kreislehrgartens bieten Besuchern viele Möglichkeiten zu entspannen und sich während des Gartenjahrs Anregungen für die eigene Gartengestaltung zu holen. Vorträge, Führungen, Seminar und Workshop bieten dazu viele Möglichkeiten. Das Kötterhaus (kleine Bild) steht im März und April allerdings einige Wochen nicht zur Verfügung. Es wird saniert und bekommt neues Mobiliar.
Die weitläufigen Anlagen des Kreislehrgartens bieten Besuchern viele Möglichkeiten zu entspannen und sich während des Gartenjahrs Anregungen für die eigene Gartengestaltung zu holen. Vorträge, Führungen, Seminar und Workshop bieten dazu viele Möglichkeiten. Das Kötterhaus (kleine Bild) steht im März und April allerdings einige Wochen nicht zur Verfügung. Es wird saniert und bekommt neues Mobiliar. Foto: Gunnar Pier

Das neue Jahr ist zwar erst wenige Tage alt, die Listen mit Anmeldungen für Workshops, Seminare, Vorträge und Schnittkurse, die der Steinfurter Kreislehrgarten von Ende Januar bis Anfang November anbietet, sind zu diesem frühen Zeitpunkt allerdings schon ganz gut gefüllt. „Die Nachfrage ist ungebrochen“, bestätigt Lehrgartenleiter Klaus Krohme das große Interesse, die eigene Scholle im Einklang mit der Natur zu bearbeiten und zu gestalten. Der Garten als Erholungs- und Rückzugsraum gewinnt für immer größere Teile der Bevölkerung an Bedeutung.

Knapp 20 unterschiedliche Angebote macht das Lehrgarten-Team in der neuen Saison. Winter- und Sommerschnittkurse für Obst und Ziergehölze, die Herstellung dekorativer Weidengeflechte zählen genauso wie die Vermittlung von Tipps und Tricks bei der Veredlung oder der beliebte Bonsai-Workshop zu den Klassikern. „Das sind eigentlich seit Jahren Selbstläufer“, rät Krohme dazu, sich möglichst frühzeitig einen der begehrten Plätze zu sichern.

Klar, die Diskussionen um Klimaschutz und Artenvielfalt vor der eigenen Haustür finden auch im Garten-Programm Berücksichtigung. Wie man im Garten ein reiches Futterangebot für Bienen und Schmetterlinge schafft? Der März-Termin zeigt auf, welche Pflanzen dafür reichlich Pollen und Nektar bieten und an welchen Standorten sie besonders gut gedeihen. Dazu passt auch der September-Vortrag über vielseitige Staudenpflanzungen. Die bieten eine pflegeleichte und moderne Alternative zu öden, artenarmen Schottergärten, wirbt der Gärtnermeister für den Besuch auch dieser Veranstaltung.

Welche Power in Beeren-, Kern- und Streuobstsorten stecken, wie Tomaten aus eigener Zucht zu einem wahren Genuss werden, wie frische Kräuter nicht nur die Küche verfeinern, sondern auch die Gesundheit fördern, auch auf diese Fragen wollen die Fachleute Antworten geben. Neben aller Theorie steht die Gartenpraxis immer im Vordergrund.

Neue Trends berücksichtigen im übrigen auch die traditionellen Gartentage. Zum 55. Mal finden sie vom 22. bis 26. Juni statt. Dann steht die Outdoor-Küche im Mittelpunkt, gibt es ein Freiluftkochen, ein Grillevent und Tipps, wie der Anbau von Speisepilzen auf Holz und Substrat speziell für die Outdoor-Zucht gelingt. Auch hier ist das Anmeldeportal bereits geöffnet.

Schließlich gibt es noch das beliebte Gartenkonzert des MC Frohsinn und die Gartenführungen, die, so schränkt Krohme ein, allerdings zukünftig nur noch montags bis freitags nach Anmeldung und so lange es der Kalender zulässt, möglich sind. Der Samstag musste gestrichen werden. Es fehlt an Zeit und Personal, bedauert Krohme.

Ohnehin muss das Veranstaltungsprogramm in diesem Jahr streng durchorganisiert werden. Grund: Das Kötterhaus steht im März und April gut vier Wochen nicht zur Verfügung. Eine Dachsanierung steht an. Außerdem bekommt das historische Fachwerkgebäude eine neue Küche und neue Stühle und Tische. Das neue Mobiliar soll für mehr Komfort insbesondere bei längeren Sitzungen sorgen.

Wer mehr über das zurückliegende Gartenjahr, die Auswirkungen der langen Trockenheit und die Konsequenzen, die die Gärtner daraus für die Zukunft ziehen, wissen will, dem sei noch der Jahresrückblick empfohlen, mit dem der Förderverein des Kreislehrgartens am 24. Januar das neue Gartenjahr eröffnet.

Zum Thema

Der Kreislehrgarten in Burgsteinfurt, Wemhöferstiege 33, ist täglich von Sonnenaufgang bis -untergang geöffnet. Die Anlage hat eine Größe von 30 000 Quadratmetern und wird durchschnittlich von rund 50 000 Menschen im Jahr besucht. Lehrgartenleiter Klaus Krohme merkt in diesem Zusammenhang an, dass die Anlage in jüngster Vergangenheit immer häufiger nicht nur für von reinen Gartenliebhabern und Erholungssuchenden, sondern auch von neuen Gruppen benutzt wird, etwa dafür, dort Sport und Gymnastik zu betreiben, oder zu fotografieren oder zu malen.

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