Leserumfrage zur Radinfrastruktur: Verwaltung sammelt Hinweise und prüft
„Mut zeigen und Zöpfe abschneiden“

Steinfurt -

Ob Holperstrecke am Seller See oder Radweganschluss Scheddebrock, Gefahren an der Ochtruper Straße oder, spezieller, Ampelschaltungen oder Beschilderungen: Mehr als ein Dutzend Eingaben haben Leser dieser Zeitung in den vergangenen Wochen zu Verbesserungsmöglichkeiten der lokalen Radinfrastruktur und/oder Förderung des Radverkehrs allgemein gemacht. Die Redaktion hat diese im Rahmen von bislang fünf Artikeln veröffentlicht – und damit dazu beigetragen, dass die gesellschaftliche Diskussion zu diesem wichtigen Baustein der Verkehrswende weiter in Gang kommt.

Donnerstag, 09.01.2020, 16:46 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 13:42 Uhr
Mehr als ein Dutzend Hinweise, teils sogar mehrfach auf einen Sachverhalt bezogen, haben die Leser dieser Zeitung bezüglich der Verbesserung der Radwege in Steinfurt gegeben. Die Verwaltung, im Bild Technischer Beigeordneter Hans Schröder, hat diese zur Kenntnis genommen und prüft, inwieweit sie umgesetzt werden können.
Mehr als ein Dutzend Hinweise, teils sogar mehrfach auf einen Sachverhalt bezogen, haben die Leser dieser Zeitung bezüglich der Verbesserung der Radwege in Steinfurt gegeben. Die Verwaltung, im Bild Technischer Beigeordneter Hans Schröder, hat diese zur Kenntnis genommen und prüft, inwieweit sie umgesetzt werden können. Foto: Ralph Schippers

Auch die Verwaltung hat sich die Anregungen zu Herzen genommen. Wie zu erfahren war, hat der Technische Beigeordnete Hans Schröder die Hinweise gesammelt. Diese werden ressortübergreifend derzeit ausgewertet. Die Redaktion wird kurzfristig nachfragen, inwiefern die Vorschläge umgesetzt werden können.

In der heutigen Folge werden nochmals inner- wie auch außerörtliche Defizite in der Radwegeinfrastruktur benannt. Zudem gibt es eineinige ganz allgemeine Gedanken zu den Zukunftsperspektiven des Radverkehrs (s. Kasten).

Stefan Geisler nutzt seit Jahren als Berufspendler die Wirtschaftswege parallel zur L 590 zwischen Emsdetten und Borghorst. Diese seien überwiegend in einem sehr guten Zustand – bis auf den alten Postdamm, der die Emsdettener Bauerschaft Ahlintel mit Ostendorf in Borghorst verbindet, so der Emsdettener. Gerade im Winter sei der Weg häufig matschig und generell bei Gegenverkehr zu schmal, was zu kritischen Situationen führen könne. Gegenüber der Fahrt entlang der Hauptstraße sei diese Route lediglich rund einen Kilometer länger, dafür aber landschaftlich reizvoller und insgesamt gesehen ungefährlicher sowie windgeschützter. Gegenüber dem in diesem Zusammenhang häufig genannten Vorschlag, einen neuen Radweg entlang der L 590 zu bauen, wäre es aus seiner Sicht ausreichend und deutlich kostengünstiger, den alten Postdamm fahrradtauglich auszubauen. Statt einer Länge von rund zehn Kilometern müssten lediglich circa 1,2 Kilometer überarbeitet werden.

Eine weitere Aufwertung und Verkürzung der Pendlerroute könnte sich ergeben, wenn von der L 559 der alte Kirchweg aus Ostendorf in Richtung Borghorster Ortskern zu Gunsten der Radler wieder genutzt werden könnte, da man zurzeit das letzte Stück zwingend über die Hauptstraße fahren muss.

Den Bereich Leerer Straße zwischen Wilhelmsplatz und Kreuzung mit der Alexander-Koenig-Straße/ Horstmarer Straße nimmt Jürgen Cieslik in den Fokus. „Als Radfahrer aus der Innenstadt kommend und stadtauswärts fahrend, treffe ich häufig auf sich vor der Ampel bis zur Einfahrt Wilhelmsplatz rückstauende Fahrzeuge und gleichzeitig auf belegte Parkplätze vor dem ehemaligen „Haus des Handwerks“. Um das Ziel Fußgängerampel zu erreichen, verbleibt nur, sich in den Stau einzureihen oder sich über den Fußgängerweg zu schleichen. Mein Vorschlag daher: Beseitigung der beiden markierten Parkplätze und Einrichtung einer Radfahrer-/Fußgängerspur beginnend im Bereich der Ein-/Ausfahrt Wilhelmsplatz mit Ziel Fußgängerampel.“

Laurenz Wiggelinghoff hat schon diverse gefährliche Situationen erlebt, wenn er auf der L 580 stadtauswärts fahrend den Nünningsweg queren will. Da er gezwungen ist, auf der linken Seite zu fahren, registrierten ihn die Autofahrer oft nicht. Wiggelinghoff: „Meiner Meinung müsste dort der Radweg rot asphaltiert, eventuell zusätzlich ein Stoppschild aufgestellt werden.“

Auch bei der Wegführung der Radbahn Münsterland von der Bahnhofstraße Richtung Goldstraße sieht Wiggelinghoff Verbesserungsbedarf. Auch dort fahre er auf der linken Seite und frage sich, wann er die Straße queren soll. „Mein Vorschlag wäre, Pfeile auf der Fahrbahn, zusammen mit dem Logo der Radbahn anzubringen.“

Zum Thema

Mit der heutigen sechsten Folge endet unsere Leserumfrage zum Thema Verbesserung der lokalen Radwegeinfrastruktur. Für die rege Beteiligung bedankt sich die Redaktion.

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