Blick zurück auf ein turbulentes Jahr beim Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde
Postkartenidylle sieht anders aus

Burgsteinfurt -

Die Mitglieder der St. Nikomedes-Kirchengemeinde setzen große Hoffnung auf ihren neuen Pfarrer, Dr. Jochen Reidegeld, der am 26. Januar (Sonntag) in der St.-Nikomedes-Pfarrkirche in sein Amt eingeführt wird (siehe Text unten). Das wurde am Samstag beim Neujahrsempfang im Nepomuk-Forum deutlich.

Sonntag, 12.01.2020, 13:34 Uhr
Am Samstag fand der Neujahresempfang der St.-Nikomedes-Kirchengemeinde im gut besuchten Nepomuk-Forum statt. Der Gemeindeausschuss hatte einen Baum an die Fenster geklebt, an den Blätter geheftet wurden, auf denen Schlagwörter zu der Frage „Was trägt, bewegt, stärkt und hält mich in der Gemeinde?“ niedergeschrieben wurden.
Am Samstag fand der Neujahresempfang der St.-Nikomedes-Kirchengemeinde im gut besuchten Nepomuk-Forum statt. Der Gemeindeausschuss hatte einen Baum an die Fenster geklebt, an den Blätter geheftet wurden, auf denen Schlagwörter zu der Frage „Was trägt, bewegt, stärkt und hält mich in der Gemeinde?“ niedergeschrieben wurden. Foto: lem

Nach einem Gottesdienst in der Johannes-Nepomuk-Kirche, der von Pfarrer em. Bernhard Tietmeyer und Pastoralreferentin An­drea Wesselmann geleitet wurde, trafen sich viele Gläubige im Pfarrzentrum. Mechthild Upmann vom Pfarreirat begrüßte die Gäste und blickte zunächst zurück auf das turbulente vergangene Jahr. „Für unsere Pfarrei war es ein ereignisreiches und nicht durchgängig positives Jahr 2019. Im Januar konnten wir noch mit Freude die Wiedereröffnung der Marienkirche feiern. Doch den weiteren Verlauf des Jahres dominierten Veränderungen und Abschiede“, führte Mechthild Upmann aus. Im März verließ Pastor Philip die Gemeinde. Danach teilte Pfarrer Markus Dördelmann den Steinfurter Gläubigen mit, dass er eine längere Auszeit nehmen werde. Anschließend sei aus dieser Auszeit ein Abschied geworden. „Im September verließ uns nicht nur der Kreisdechant, sondern für viele auch ein guter Freund“, so Mechthild Upmann weiter. Natürlich laufe deshalb nicht alles hundertprozentig. Aber vieles gehe wie selbstverständlich weiter. „Mein Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, die sich trotz der Kritik an unserer Kirche immer mit vollem Elan in unserer Gemeinde einsetzen.“ Am 26. Januar beginne für die Pfarrei ein neuer Abschnitt. Dr. Jochen Reidegeld freue sich von ganzem Herzen auf den gemeinsamen neuen Weg, die vielen Begegnungen und das, was die Gemeinde gemeinsam schaffen werde. „Ich lade Sie zur Amtseinführung um 10.30 Uhr in die St. Nikomedes-Kirche ein. Begegnen wir unserem neuen Pfarrer mit Offenheit und Bereitschaft, gemeinsam Bewährtes zu bewahren, aber vor allem auch, Neues auszuprobieren“, schloss Mechthild Upmann ihre Ausführungen. Überraschenderweise stattete auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer dem Neujahrsempfang einen kurzen Besuch ab. „Ich gehe positiv ins neue Jahr, zumal die Existenz des Marienhospital durch die hohe Fördersumme mehr als gesichert ist“, so Bögel-Hoyer.

„Abwarten? Tun! Rundheraus: Das alte Jahr war keine ausgesprochene Postkartenschönheit, beileibe nicht. Und das neue?“, rezitierte Pfarreiratsmitglied Christa Haverkock einen Text von Erich Kästner. „Als er das Mitte des letzten Jahrhunderts geschrieben hat, war ihm bestimmt nicht klar, wie aktuell er damit heute sein würde. Postkartenidylle in unserer Gemeinde sieht anders aus. Warum bleiben wir trotzdem dabei?“, fragte Christa Haverkock. Deshalb hatte der Gemeindeausschuss einen Baum an die Fenster geklebt, an den Blätter geheftet wurden, auf denen Schlagwörter zu der Frage „Was trägt, bewegt, stärkt und hält mich in der Gemeinde?“ niedergeschrieben wurden.

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