Radverkehrsförderung in Steinfurt: Technischer Beigeordneter setzt auf Mobilitätskonzept
„Wollen 2020 auf jeden Fall vorankommen“

Steinfurt -

Die Leser dieser Zeitung haben viele Anregungen geliefert, wie prioritär aber sieht die Stadtverwaltung das Thema Radverkehrsförderung?

Montag, 13.01.2020, 18:00 Uhr

„Wir wollen 2020 in dieser Hinsicht auf jeden Fall vorankommen“, sagt dazu Hans Schröder. Der Technische Beigeordnete setzt dabei vor allem auf das Mobilitätskonzept, das von der Politik angestoßen und Ende vergangenen Jahres beschlossen worden ist. Es gemeinsam mit den Bürgern mit Leben füllen, sei das Ziel.

Eine fachliche Begleitung durch einen externen Verkehrsplaner wird es zudem geben. „Derzeit läuft die Ausschreibung“, berichtet Schröder. Der Fachmann soll als Bindeglied zwischen der Stadtplanung und dem Fachbereich Tiefbau fungieren und die geplanten Maßnahmen mit versiertem Blick von außen vorantreiben. Zudem soll er helfen, den abzuarbeitenden Katalog in kurz-, mittel- und langfristig umzusetzende Projekte zu unterteilen.

Bleibt wie immer die Frage nach der Finanzierung: Die Stadt setzt dabei in erster Linie auf Fördergelder. Denn fest steht: „Mit eigenen Mitteln werden wir die Vielzahl der Maßnahmen allein nicht schaffen können“, macht Schröder unmissverständlich klar – trotz verbesserter Haushaltslage.

Der Technische Beigeordnete bittet bezüglich der Stellungnahme zu den Leser-Anregungen noch um etwas Geduld. „Idealerweise würden wir zusammen mit dem Verkehrsplaner zusammen darauf antworten“, betont er.

Immerhin: Zu einzelnen Eingaben hat der Baudezernent schon jetzt Lösungsvorschläge. So könnte es sich Schröder vorstellen, im Fall des Wirtschafts-/Radweges am Seller See, wie von Leser Jürgen Cieslik angeregt, einen durch Pfosten vom Hauptweg getrennten Radstreifen mit wassergebundener, aber fester Decke nach Vorbild der niederländischen „Fietspads“ einzurichten. Man sei in dieser Hinsicht schon in Gesprächen mit der Stadt Ochtrup. Ein Teil des Weges, der an der B 70 endet und offiziell Teil des Radwegenetzes NRW ist, gehört, wie berichtet, bereits zum Gebiet der Nachbargemeinde.

Schröder: „Ich denke, dass ist eine gute Lösung für Berufsradpendler und insgesamt ein annehmbarer Kompromiss.“ Denn eine Komplettasphaltierung käme zu teuer.

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