Textilhersteller Wülfing
Zehn Webstühle für Borghorst

Borghorst/Borken -

Nach mehr als einem Jahrzehnt stetigen Wachstums ist der Umsatz beim Traditionsunternehmen Wülfing im vergangenen Jahr leicht um 2,5 Millionen auf 82 Millionen Euro gesunken: Nach dem Rekordjahr 2018 ein trotzdem nach wie vor sehr zufriedenstellendes Ergebnis, zumal die Produktionsauslastung das ganze Jahr über gewährleistet war, heißt es in einer Pressemitteilung des Textilherstellers aus Borken, der 2014 die seinerzeit insolvente Weberei Arnold Kock an der Altenberger Straße übernommen hatte. Für 2020 schaut das Unternehmen optimistisch nach vorne.

Sonntag, 19.01.2020, 19:00 Uhr
Gut aufgestellt präsentiert sich das Tochterunternehmen des Borkener Textilherstellers Wülfing in Borghorst. Auch 2020 will Wülfing weiter in den Standort in Borghorst investieren.
Gut aufgestellt präsentiert sich das Tochterunternehmen des Borkener Textilherstellers Wülfing in Borghorst. Auch 2020 will Wülfing weiter in den Standort in Borghorst investieren.

Nach mehr als einem Jahrzehnt stetigen Wachstums ist der Umsatz beim Traditionsunternehmen Wülfing im vergangenen Jahr leicht um 2,5 Millionen auf 82 Millionen Euro gesunken: Nach dem Rekordjahr 2018 ein trotzdem nach wie vor sehr zufriedenstellendes Ergebnis, zumal die Produktionsauslastung das ganze Jahr über gewährleistet war, heißt es in einer Pressemitteilung des Textilherstellers aus Borken, der 2014 die seinerzeit insolvente Weberei Arnold Kock an der Altenberger Straße übernommen hatte. Auch für 2020 schaut das Unternehmen optimistisch nach vorne. Dafür wurde unter anderem im Borghorster Werk im vergangenen Jahr kräftig investiert.

Positiv wird in der Mitteilung die Umsatzentwicklung im Export erwähnt. Durch deutliche Zugewinne vor allem im USA-Geschäft und beim Afrika-Damast habe man den Exportanteil am Umsatz auf rund 30 Prozent erhöhen können. Sehr wichtig ist Wülfing die Teilnahme an der Messe Heimtextil, die gerade in Frankfurt zu Ende gegangen ist. Die zahlreichen Neuentwicklungen fanden bei der internationalen Kundschaft ein sehr positives Echo. Insbesondere die neuen Produkte zum Thema Nachhaltigkeit wie Bettwäsche aus Baumwolle/Hanf oder Halbleinen standen im Fokus, teilt die Firma mit. Leinen und Hanf erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da sie im Vergleich zur Baumwolle deutlich weniger Wasser beim Anbau benötigen und auf Grund ihrer Eigenschaften insbesondere in heißen Nächten für ein sehr angenehmes Schlafklima sorgen.

Kaum ein Hersteller oder Händler komme heute noch umhin, seinen Kunden nachhaltig produzierte Alternativen anzubieten, heißt es im Pressetext weiter. Gerade die großen Händler gäben immer striktere Vorgaben im Bezug auf Transparenz und verantwortungsvolle Produktion.

Die sei ein Thema, bei dem Wülfing stark punkten könne. Durch den hohen Eigenanteil bei der Energieerzeugung durch Photovoltaikanlagen und konsequente Investitionen in Energieeffizienz und Wärmerückgewinnungsanlagen sei die Firma in den vergangenen Jahren führend geworden in nachhaltiger Produktion. Die Zertifizierung nach ISO 50001 erfordere zudem jedes Jahr Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz.

Darüber hinaus ist Wülfing heute nach allen internationalen Standards im Bereich nachhaltiger Baumwolle sowie nachhaltiger und sozial verantwortungsvoller Produktion und Beschaffung zertifiziert.

Neben GOTS, Fairtrade, Made in Green und anderen anerkannten Nachhaltigkeitslabels hat sich Wülfing für alle drei Produktionsstandorte zum 1. Januar dieses Jahres auch als CO-neutrales Unternehmen zertifizieren lassen. Das ist ein international anerkanntes Zertifizierungsverfahren und ermöglicht Wülfing seine Produkte als „in einem klimaneutralen Unternehmen“ hergestellt zu vermarkten.

Im Bereich der Technik hat das Unternehmen an den beiden deutschen Standorten sowie im tschechischen Detrichov ebenfalls wieder massiv in die Zukunft investiert. Mittlerweile werden in den drei Werken insgesamt circa 520 Mitarbeiter beschäftigt.

In der Jacquardweberei in Borghorst wurde im vergangenen Jahr eine weitere Webstuhlgruppe mit zehn hochmodernen Jacquard-Webstühlen aufgestellt, wodurch die Kapazitäten um rund ein Fünftel erhöht wurden. Im Stammwerk in Borken ging im Sommer 2019 ein neues Webereivorwerk an den Start. Dort werden die vorbereitenden Arbeiten für die Weberei ausgeführt. „Damit geht Wülfing konsequent einen weiteren Schritt um im Bereich der Webtechnik auch in den Vorstufen auf den modernsten technischen Stand zu kommen“, heißt es in dem Pressebericht weiter. Die Investitionen beliefen sich an beiden deutschen Standorten jeweils im siebenstelligen Bereich.

Auch für das Jahr 2020 plant das Unternehmen Investitionen in gleicher Höhe. Unter anderem soll im Frühjahr in Borken ein neuer Konfektionsautomat für Spannbetttücher aufgestellt werden, von dem sich das Unternehmen zusätzliche Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit erhofft.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7203835?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker