Finanzamt Steinfurt verzeichnet neuen Höchststand bei den Einnahmen 2019
Steuerquellen sprudeln weiter kräftig

Steinfurt -

So ist das Steueraufkommen ist im Vergleich zu 2018 um 76 Millionen Euro (das ist ein Plus von 6,5 Prozent) auf 1,24 Milliarden Euro im Altkreis Steinfurt gestiegen. Ein weiterer Höchststand, wie Dorothee Lange­meyer, Leiterin des Steinfurter Finanzamtes, aufzeigt.

Mittwoch, 22.01.2020, 15:54 Uhr

Auch wenn der Konjunkturmotor zurzeit im kleineren Gang fährt: In der Wirtschaft geht’s weiter voran, die Zahl der Menschen, die ein gesichertes Einkommen haben, ist nach wie vor hoch und die Arbeitslosenquote niedrig, was wiederum die Steuerquellen kräftig sprudeln lässt. Das belegen auch die Zahlen, die das Finanzamt Steinfurt mit Rückblick auf 2019 gerade vorgelegt hat. So ist das Steueraufkommen im Altkreis Steinfurt im Vergleich zu 2018 um 76 Millionen Euro (das ist ein Plus von 6,5 Prozent) auf 1,24 Milliarden Euro gestiegen. Ein weiterer Höchststand, wie Finanzamtschefin Dorothee Lange­meyer aufzeigt. Die durchschnittliche Steigerung im Bezirk der Oberfinanzdirektion Münster hat sogar 7,8 Prozent betragen.

Ein Blick auf die Tabellen und Grafiken macht deutlich, dass das Aufkommen bei allen wichtigen Steuern, die das Steinfurter Finanzamt einnimmt, gestiegen ist. Unterm Strich steht ein Plus bei der Lohnsteuer (um 27,6 auf 424,4 Mio. Euro), ein Plus bei der Umsatzsteuer (um 27,2 auf 412,2 Mio. Euro), ein Plus bei der Einkommensteuer (um 8,1 auf 175,8 Mio. Euro) und ein Plus bei den einbehaltenen Steuern auf Kapitalerträge (um 8,4 auf 40 Mio. Euro). Lediglich die Körperschaftssteuer schneidet mit einem kleinen Minus (um eine auf 79,7 Mio. Euro) ab.

„Das hohe Steueraufkommen spiegelt die gute Wirtschaftslage im Kreis Steinfurt wider. Die Beschäftigungslage ist gut“, bestätigt auch Langemeyer die Einschätzung zu der Entwicklung. Wird die Kurve in Zukunft weiter nach oben gehen? Langemeyer hält sich bedeckt. Darüber will die Behördenleiterin nicht spekulieren und verweist auf die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt), deren Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung in 2020 eigentlich ganz rosig aussehen.

Was das Personal und die Arbeit betrifft, so sind zurzeit 303 Beschäftigte, inklusive 43 Auszubildende im gehobenen und mittleren Dienst, an der Ochtruper Straße in Steinfurt eingesetzt. Um Nachwuchskräfte zu gewinnen, hat sich die Behörde in Steinfurt auf zahlreichen Messen und im Rahmen von Info-Veranstaltungen in Schulen präsentiert. „Mit den Aktionen wurden gute Erfahrungen gemacht“, fügt Langemeyer an. Am 1. September werden 17 neue Anwärter ein duales Studium im gehobenen, beziehungsweise ein Ausbildung im mittleren Dienst beginnen. Für 2021 erwartet Langemeyer ähnlich hohe Zahlen für Steinfurt.

Immerhin sind die Fachleute zuständig die für rund 90 000 Steuerfälle (rund 60 000 Arbeitnehmer und 30 000 Gewerbetreibende, Freiberufler sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe). Die Zahl ist sei einigen Jahren konstant, fügt Langemeyer an.

Steuererklärungen, die noch auf Papier eingereicht werden, nehmen übrigens immer mehr ab. 60 Prozent der Arbeitnehmer sind mittlerweile auch in diesen Dingen online und nutzen das Internet-Portal „Elster“, Im Bereich der Steuererklärungen mit Einkünften aus Gewerbebetrieben oder selbstständiger Arbeit beträgt die Quote bereits 80 Prozent.

Und wenn man doch noch einmal persönlichen Kontakt zum Finanzamt sucht? Dafür steht immer noch das Bürgerbüro (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, zusätzlich montags von 13.30 bis 16 Uhr) offen. Das Nutzungsverhalten werde ständig evaluiert, sagt Langemeyer und betont: Wir wollen wissen, wo wir noch besser werden können.“ Die Steuerbürger sind aufgerufen, sich wenige Minuten Zeit zu nehmen und bis 29. Februar an einer Internet-Befragung des NRW-Ministeriums für Finanzen teilzunehmen.

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