Stadtbücherei stellt sich für die Zukunft auf
Ein Nonplusultra der „Onleihe“

Steinfurt -

Die Stadtbücherei feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen – und startet durch in Richtung Zukunft. „Büchereien müssen sich neu definieren. Das ist das Ziel, um ihre Attraktivität zu steigern“, sagt Leiter Kaj Dönneweg.

Dienstag, 28.01.2020, 17:00 Uhr
Viele neue Möglichkeiten, die Angebote der Stadtbücherei zu nutzen, bietet der neue Online-Katalog. Rainer Nix (l.) und Ingeborg Rowedda sind von dem Portal genauso überzeugt wie Büchereileiter Kaj Dönneweg und IT-Spezialist Sascha Hanke (2.v.r.).
Viele neue Möglichkeiten, die Angebote der Stadtbücherei zu nutzen, bietet der neue Online-Katalog. Rainer Nix (l.) und Ingeborg Rowedda sind von dem Portal genauso überzeugt wie Büchereileiter Kaj Dönneweg und IT-Spezialist Sascha Hanke (2.v.r.). Foto: Drunkenmölle

Vor 30 Jahren ist die Stadtbücherei in das Weinhaus am Burgsteinfurter Markt eingezogen, was gerade ausreichend Anlass gibt, nicht nur den runden Geburtstag mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen (Aufakt heute um 19 Uhr mit dem „Makkaroni“-Marionetten-Theater) zu feiern, sondern auch mal auf die Entwicklung zu schauen, wie sich Angebot und Ausleihe in den vergangenen drei Jahrzehnten verändert haben. Neue Medien und fortschreitende Digitalisierung haben das Nutzerverhalten beeinflusst. Eine Entwicklung, mit der die Bibliotheken laufend Schritt halten mussten. „Nur Bücher ausleihen, das geht heute gar nicht mehr“, sagt Ingeborg Rowedda vom Förderverein und unterstützt das Team von Büchereileiter Kaj Dönneweg, die Einrichtung zu einem modernen Treffpunkt für Begegnung, Bildung, Unterhaltung und Spiel auszubauen. „Büchereien müssen sich neu definieren. Das ist das Ziel, um ihre Attraktivität zu steigern.“

Viel ist da in den vergangenen Jahren bereits unternommen worden, gemeinsam mit der Stadt und gemeinsam mit dem Förderverein. Der nächste Schritt ist jetzt gemacht. Das alte Medienverzeichnis ist ausgemustert und ein moderner Büchereikatalog installiert worden, der, so ist Dönneweg begeistert, „die Bücherei in die moderne Liga der digitalisierten Büchereien katapultieren wird“. Installiert wurde ein speziell für Bibliotheken entwickeltes Programm. Sascha Hanke, IT-Spezialist im Rathaus, hat es passend für Steinfurter Bedürfnisse konfiguriert und zugeschnitten. Es sei, so Hanke, „das Nonplusultra unter den vergleichbaren Online-Portalen“. „Eine Investition, die sich auszahlt“, fügt Dönneweg noch an.

Egal ob vom Handy, Tablet, Laptop oder PC, der Katalog lässt sich auf jedes Gerät unter der Adresse „opac.steinfurt.de“ laden. Ab nächster Woche ist sie auch mit der Stadt-Steinfurt-Homepage verlinkt.

Herzstück ist die Mediensuche. Einfach ein Stichwort eingeben und schon gibt es eine Übersicht über das entsprechende Angebot der Bücherei. Es gibt Inhaltsangaben, Infos zur Verfügbarkeit, darüber hinaus Veranstaltungsübersichten und spezielle Angebote für Kinder. Wer bereits einen Nutzerausweis besitzt, kann mit wenigen Mausklicks seine persönlichen Kontodaten ändern und seine „Onleihe“ organisieren. „Wir können zukünftig unsere Projekte noch besser dokumentieren oder ganz konkrete Angebote für jede Altersgruppe erstellen“, sieht Dönneweg noch viele Möglichkeiten, das volle Programm zu nutzen. „Alles wird einfacher, übersichtlicher, schneller“, stellt der Büchereileiter die Vorteile heraus.

Angst hat er bei allem, was das Programm kann, aber nicht, dass er und seine Kollegen einmal arbeitslos werden. Auch wenn E-Books und Online-Ausleihe immer populärer werden (innerhalb von drei Jahren hat sich die Ausleihe in Steinfurt verdoppelt) habe das gute alte Buch wenig an Attraktivität eingelöst. Im Gegenteil. Der neue Katalog sei eine Hilfe, den (Bildung-)Auftrag der Büchereien zu erfüllen. Endlich sei man auch in der Lage, Kindergärten und Schulen Materialien für die Betreuung oder den Unterricht zusammenzustellen. Dönneweg: „Das ist wirklich ein großer Fortschritt.“

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