Innenstadtforum zum ISEK komplettiert Stärken- und Schwächenliste für Borghorst und Burgsteinfurt
Klammer zwischen Stadtteilen finden

STeinfurt -

Stärken- und Schwächen-Auflistungen hat es für die Stadt schon viele gegeben. Diese soll richtig was bringen. Im Idealfall viel Geld von Bund und Land, um die Infrastruktur in beiden Stadtteilen zu verbessern...

Donnerstag, 27.02.2020, 14:12 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 14:30 Uhr
Auf den Zetteln wurden die Ideen für Verbesserung der innerstädtischen Infrastruktur notiert.
Auf den Zetteln wurden die Ideen für Verbesserung der innerstädtischen Infrastruktur notiert. Foto: Axel Roll

Es wurden wieder viele Zettelchen beschrieben und auf Stadtpläne geklebt. Ein Teil für Burgsteinfurt, der andere für Borghorst. Und wieder ging es darum, wie bei zahlreichen Projekten in der Vergangenheit auch schon, eine Liste mit den Stärken und Schwächen für jeden Ortsteil zusammenzuschreiben. Im Unterschied zu vorangegangenen Aktionen soll diese Arbeit, die sich am Mittwochabend rund 70 interessierte Bürger gemacht haben, am Ende Geld bringen. Zuschüsse der öffentlichen Hand, um es genau zu sagen. Mit denen sollen die wichtigsten Vorhaben, die bei dieser Veranstaltung im Kommunikationszentrum der Sparkasse aufgelistet wurden, verwirklicht werden. Das ganze Verfahren nennt sich „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“, kurz ISEK.

„Bis zur Umsetzung der Maßnahmen ist es aber noch ein weiter Weg“, machte Caroline Uhlig vom Büro Complan deutlich, das mit dem Aufstellen des ISEK beauftragt ist. Weniger zeitlich, denn schon im Spätsommer soll das Konzept stehen. Dafür aber inhaltlich, gilt es doch noch eine ganze Reihe von Verfahrensschritten zu gehen. An deren Ende soll eine Prioritätenliste stehen, die indirekt eine Antwort auf die Frage geben soll: Wo will Steinfurt hin?

Ideen für die Stadtteile gesucht

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  • Auf kleinen Zetteln wurden die Ideen für Verbesserung festgehalten.

    Foto: Axel Roll
  • Auf kleinen Zetteln wurden die Ideen für Verbesserung festgehalten.

    Foto: Axel Roll
  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

    Foto: Axel Roll
  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

    Foto: Axel Roll
  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

    Foto: Axel Roll
  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

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  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

    Foto: Axel Roll
  • ISEK-Diskussion im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt, Innenstadtforum

    Foto: Axel Roll

Die Auflistung der Stärken und Schwächen der beiden Stadtteile barg wenig Überraschendes: Burgsteinfurt hat eine tolle und touristisch anziehende Altstadt. Kulturangebot, Fachhochschule, Wochenmarkt und Gastronomie, so heißen die weiteren dicke Pluspunkte. Die Verkehrssituation, die Leerstände, der Sanierungsbedarf oder das Fehlen von Treffpunkten kreiden die Bürger Burgsteinfurt hingegen an. Das verkürzte Stärken-Schwächen-Bild von Borghorst zum Nachlesen: eine gute Rundum-Versorgung, inklusive Bildung und Betreuung, reichlich Bewegungsfläche für Fußgänger, aktives und soziales Leben stehen auf der Haben-Seite. Im Soll: das Radwegenetz, das Image, Leerstände, Verweilqualität, Gastronomie, die Ortseingänge.

Am Ende der fast dreistündigen Veranstaltung, die sich übrigens Innenstadtforum nannte, sah sich die Complan-Mannschaft in der bisher geleisteten Vorarbeit bestätigt. Gerade Borghorst habe mit seiner Mitte zu kämpfen, die Leerstände müssten nachgenutzt und Cafés eröffnet werden, um nur einige Schlagworte zu nennen.

Für Burgsteinfurt hatten die Diskutanten unter anderem gefordert, die Jugend verstärkt mit ins Boot zu holen, die Grünbereiche aufzuwerten, die Fahrradverbindungen zu verbessern und den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. So unterschiedlich Borghorst und Burgsteinfurt offenkundig sind: „Wir wollen eine Klammer finden und Brücken bauen“, nannte Caroline Uhlig ein Ziel des ISEK-Prozesses.

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer hatte zu Beginn des Innenstadtforums betont, dass Steinfurt mit allen Bürgern zukunftsfähig gemacht werden soll: „Wir müssen die Stadt gemeinsam entwickeln.“ Die Zentren beleben und damit lebens- und liebenswert machen, das sei das Ziel. Das können aber nicht am grünen Tisch passieren, dafür seien die Bürger gefragt. Technischer Beigeordneter Hans Schröder sagte, dass man lange auf das ISEK gewartet habe. Es lebe davon, mit den Ideen der Bürger gefüttert zu werden.

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