Nach der Wahl von Holger Erdmann zum Superintendenten
„Es wird eine kurze Vakanz geben“

Borghorst/Münster -

Richtig festgeklopft ist noch kein Termin. Holger Erdmann geht aber davon aus, dass er zum 1. Juni sein Amt als Superintendent des Kirchenkreises Münster antreten wird. Wie es dann in Borghorst weitergehen wird, entscheidet das hiesige Presbyterium.

Montag, 02.03.2020, 16:16 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 16:48 Uhr
Beifall für Holger Erdmann: Es gratulierten nach der Wahl die Pfarrer (v.l.) Thomas Groll, Uwe Völkel und Martin Mustroph.
Beifall für Holger Erdmann: Es gratulierten nach der Wahl die Pfarrer (v.l.) Thomas Groll, Uwe Völkel und Martin Mustroph. Foto: spe

„Nervenaufreibend“ waren die letzten Tage für Holger Erdmann. Die Wahl zum Superintendenten des Kirchenkreises Münster sowieso. Fünf Urnengänge waren notwendig, bis der Borghorster Pfarrer als Nachfolger des verstorbenen Ulf Schlien feststand (diese Zeitung berichtete ausführlich). Wie es jetzt nach der Wahl am vergangenen Freitag für die Borghorster Gemeinde weitergeht? Holger Erdmann weiß es noch nicht genau. Er selbst möchte auf jeden Fall „nichts übers Knie brechen“, wie er auf Anfrage sagte. Er geht davon aus, dass er zum 1. Juni sein neues Amt in Münster antreten wird.

Ob bis dahin ein neuer Pfarrer für Borghorst gefunden ist, hält Erdmann für eher unwahrscheinlich. „Aufgrund der vielen Fristen, die es einzuhalten gibt, wird es wahrscheinlich keinen nahtlosen Übergang geben“, vermutet der 48-jährige Pfarrer. „Es wird eine kleine Vakanz geben müssen“, so der frischgewählte Superintendent.

Fest steht, dass der oder die Nachfolgerin von Holger Erdmann eine 100-Prozent-Stelle erhalten wird. Wahrscheinlich wird sie ganz normal ausgeschrieben. „Wir werden in der nächsten Presbyteriumssitzung am kommenden Montag ausloten, welche Verfahren eingeleitet werden“, so der scheidende Pfarrer. Die Suche werde unter Leitung des stellvertretenden Leiters des Presbyteriums erfolgen.

Welche Schritte noch zu gehen sind, bis Holger Erdmann sein neues Amt in Münster antreten wird, konnte er am Montag noch nicht genau sagen. Auch der Antrittstermin müsse noch von der Landeskirche bestätigt werden. Der neue Superintendent muss nach Münster umziehen. „Ich werde in Nienberge wohnen, wo ich ein Haus des Kirchenkreises anmieten werde“, erläuterte Erdmann.

Ihm ist es sehr wichtig, dass er in Borghorst die jetzt noch anstehenden Konfirmationen selbst zu Ende betreut. „Das muss alles vernünftig über die Bühne gehen“, betont der 48-Jährige, der seit 2003 Pfarrer in Borghorst ist. Er geht bislang davon aus, dass die offizielle Verabschiedung von der Gemeinde am 31. Mai stattfinden könnte. Das wäre der Pfingstsonntag.

Als Superintendent wird Holger Erdmann der leitende Pfarrer des Kirchenkreises Münster sein. Er wurde gewählt von der Kreissynode. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wird Holger Erdmann den Kirchenkreis führen. Er hat rund 105 000 Mitglieder, seine geografische Ausdehnung reicht von Greven im Norden, Olfen im Süden, Havixbeck im Westen und Beelen im Osten. Er besteht in diesen Grenzen seit 1953.

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