Realschule am Buchenberg geht Patenschaft mit drei Steinfurter Betrieben ein
Meilenstein in der MINT-Förderung

Steinfurt -

Die Realschule am Buchenberg kooperiert jetzt mit drei Betreiben, damit die Schüler frühzeitig in Kontakt mit Arbeitgebern kommen. Dadurch soll die Berufsvorbereitung verbessert werden, vor allem in Arbeitsfeldern im naturwissenschaftlichen Bereich.

Dienstag, 03.03.2020, 16:48 Uhr
Urkundenübergabe (vorne, v.l.): Brigitte Perick (Reha-Team Perick), Birgit Neyer (WESt), Michael Groll (Schulleiter Realschule), Anne Kleine-Berkenbusch (Heizung und Sanitär Bäumer), Sarah Reuter (Apotheke am Bauhaus) und hintere Reihe Lukas Karge (Praktikant Perick), Gabi Wenke (zdi), Frank Uylenkate (Realschule), Linda Wiechers (zdi) sowie Linus Kleine-Berkenbusch (Bäumer Heizung und Sanitär).
Urkundenübergabe (vorne, v.l.): Brigitte Perick (Reha-Team Perick), Birgit Neyer (WESt), Michael Groll (Schulleiter Realschule), Anne Kleine-Berkenbusch (Heizung und Sanitär Bäumer), Sarah Reuter (Apotheke am Bauhaus) und hintere Reihe Lukas Karge (Praktikant Perick), Gabi Wenke (zdi), Frank Uylenkate (Realschule), Linda Wiechers (zdi) sowie Linus Kleine-Berkenbusch (Bäumer Heizung und Sanitär). Foto: rs

Patenschaften zwischen Unternehmen und Schulen bieten Vorteile für beide Seiten: Schüler kommen frühzeitig mit späteren möglichen Arbeitgebern in Kontakt, lernen die Vielfalt von Ausbildungsgängen kennen und können für sich austesten, was als künftiges Berufsfeld für sie in Betracht kommen kann. Umgekehrt eröffnet sich den Betrieben die Möglichkeit, bei künftig potenziell wertvollen Fachkräften noch deutlich vor deren Schulabschluss auf sich aufmerksam zu machen und sie bestenfalls schon an sich zu binden. Insofern sind diese Patenschaften im Grundsatz nichts Neues und werden beispielsweise schon seit Längerem von der Industrie- und Handelskammer (IHK) vermittelt.

Premiere

Und dennoch gab es am Dienstagnachmittag in der Realschule am Buchenberg eine Premiere in Sachen Patenschaft Schule-Unternehmen – und das sogar gleich vierfach: Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes „Let‘s mint 2gether“ vereinbarten die Realschule sowie die Steinfurter Unternehmen Bäumer Heizung und Sanitär, Reha-Team Perick sowie der Apotheke am Bauhaus eine auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit angelegte Partnerschaft. Die Besonderheit: Sie konzentriert sich auf den MINT-Bereich, also Ausbildungsberufe, die mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammenhängen und zudem auf das Handwerk ausgerichtet sind. Als Zeichen dafür gab es vom Projektinitiator und -begleiter, dem Zentrum „Zukunft durch Innovation“ (zdi) Kreis Steinfurt für alle Beteiligten eine Patenschaftsurkunde.

Im Rahmen der Berufsorientierung der Schüler des achten Jahrgangs werden besagte Unternehmen und die Realschule künftig eng zusammenrücken – und, so hofft Projektleiterin Gabi Wenke, Vorbild sein für weitere Zusammenschlüsse dieser Art.

Fachkräftemangel

Denn gerade in den MINT-Berufen zeichnet sich schon für die nähere Zukunft ein Fachkräftemangel ab, den es aktiv entgegenzuwirken gilt. Etwa durch Betriebsbesichtigungen, Vorstellung der Unternehmen in den Schulen und last but not least durch Praktika in den Betrieben.

Bei der Urkundenübergabe betonten alle Akteure, wie wichtig gerade Praktika für beide Seiten sind, um den geeignete Kandidaten für einen Ausbildungsplatz zu finden. „Dahingehend engagierte Unternehmen werden belohnt“, berichtete Birgit Neyer, Geschäftsführerin der WESt, aus ihrer Erfahrung.

Schulleiter Michael Groll gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass es nun möglich sei, die Unternehmen frühzeitig und nachhaltig inhaltlich an der Berufsorientierung zu beteiligen.

 

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